5000+ Seitenbesuche

Wow, damit haben wir nicht gerechnet. Oder zumindest nicht in dem Ausmaß. Gestern haben wir die Marke von 5000 Aufrufen überschritten!

5000

Das spornt uns an hier weiter möglichst aktuell alle Geschehnisse zu dokumentieren – immerhin scheinen ja doch einige Menschen daran interessiert zu sein wie sich unser Bauvorhaben entwickelt.

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Hausaufgaben

Das Wochenende haben wir genutzt um einige ‚Hausaufgaben‘ zu erledigen. Wie erwähnt stand unter anderem die Beauftragung eines KfW Sachverständigen auf der Agenda. Beim Hausvertrag wurde uns die Firma ean50 empfohlen. Die meisten Bauherren eines Energiesparhauses werden mit ean50 in Kontakt kommen, denn die Firma hat wohl die größten Marktanteile was den sog. Blower-Door-Test angeht. Bei der Unterzeichung unseres Hausvertrags haben wir ein Angebot von ean50 erhalten für eine komplette KfW Baubegleitung. Kurze Recherchen haben den angebotenen Preis zumindest nicht unglaubwürdig erscheinen lassen – also haben wir die Firma nun kurzerhand per Fax beauftragt für uns tätig zu werden.

In der vergangenen Woche habe ich bereits mit einigen Tiefbauern telefoniert zwecks Angebotserstellung. Wir verzichten darauf unzählige Firmen zu kontaktieren. Wir haben uns bei unseren zukünftigen Nachbarn umgehört und deren Erfahrungen mit den Unternehmen schildern lassen. Dabei fielen tatsächlich nur Namen zweier verschiedener Firmen, die 90% der Erdbewegung in unserem Baugebiet durchgeführt haben. Also: Was sollen wir lange suchen? Diese beiden Firmen wurden kontaktiert und erhielten von uns alle relevanten Unterlagen. Vermutlich werden wir demnächst an unserem Grundstück mit den beiden Firmen ein Ortstermin haben.

Um die Angebote vergleichen zu können, haben wir die Anfrage an beide einheitlich formuliert. Folgenden Umfang haben wir angefragt:

  • Ausheben der Baugrube
  • Lichtschächte
  • Einbringen der Noppenfolie
  • Terminierung der Grob-/Feinabsteckung mit dem Vermesser vereinbaren
    • Zusätzlich Absteckung der Garage
  • Schnurgerüst in der Baugrube
  • Filterschicht als kapillarbrechende Schicht unter der Bodenplatte gem. den Vorgaben des Kellerbauers einbauen und abrütteln
  • Bauzaun
  • Baustrom / Bauwasser
  • Legen sämtlicher Entwässerungsleitungen außerhalb des Gebäudes/Garage, Hoftöpfe, Entwässerungsrinnen
  • Setzen der Kontrollschächte (wenn erforderlich)
  • Verfüllen des Arbeitsraums
  • Filterschicht unter dem Garagenfundament einbauen und abrütteln
  • Außenanlage modellieren

Der Anfrage haben wir das Bodengutachten und die Hauspläne beigelegt.

I think me kicks a horse

Vorgestern haben wir von unserem Architekten wie vorab angekündigt eine Zusatzvereinbarung zum Hausvertrag erhalten. Diese Zusatzvereinbarung enthält alle Änderungen, welche wir mit dem Architekten eingeplant haben. Insgesamt eine Liste mit 29 Positionen. Entfall von Fenster A – dafür Ersatz eines Fensters B usw. Im Großen und Ganzen ohne Überraschungen. Bis auf einen Posten:

Im Vertrag enthalten ist eine Gasbrennwerttherme, die Solaranlage zur Warmwasserbereitung und ein 300L-Wasserspeicher. Nun beziehen wir unsere Wärme allerdings (gezwungenermaßen) via Nahwärmeanschluss. Dies wurde auch in der Zusatzvereinbarung berücksichtigt. Die Therme entfällt, verbunden mit einer entsprechenden Gutschrift. Hinzu kommt dafür die Hausübergabestation. So jedenfalls dachte ich.

Der Posten lautet aber: Hausübergabestation, Solaranlage, Ausgleichsmembran und Wasserspeicher. Mehrkosten: über 17.000 EUR. Hier muss ein Fehler vorliegen. Meine Vermutung war, dass bei der Preisermittlung nicht berücksichtigt wird, dass bereits die Solaranlage und der Speicher im Vertrag enthalten sind. Also: Telefonieren.

Rückmeldung Architekt: „Wir machen die Preise nicht. Wir stellen eine Sonderanfrage an allkauf und bekommen die Preise genannt.“ Also: allkauf angerufen. Aussage allkauf: „Ja, das ist schon so korrekt. Wenn Sie auf die Solaranlage + Speicher verzichten, dann sind es ’nur‘ noch 11.000 EUR Mehrkosten.“ 11.000 EUR für eine Hausübergabestation? Ich glaube nicht! Ich habe dann noch einmal mit dem Architekten gesprochen. Er wird nun eine geänderte Anfrage an allkauf senden, in der wir NUR die Gastherme entfallen lassen. Um die Hausübergabestation kümmere ich mich dann selbst. Ein wenig leid tut mir der Architekt schon. Er kann meine Empörung vollkommen nachvollziehen und muss nun zwischen mir und allkauf vermitteln..

Gestern Abend habe ich kurzerhand bei unserem zukünftigen Wärmelieferanten angerufen, um mir erklären zu lassen, ob es technisch ein Mehraufwand für die übrige Haustechnik bedeutet, wenn wir die Therme gegen die Übergabestation tauschen. Ich habe dann direkt mit dem ausführenden Techniker sprechen können. Fazit: Therme raus, Übergabestation rein. FERTIG.

Jetzt warten wir ab, was allkauf dazu sagt. Zur Not werden wir alles beim vertraglich vereinbarten Standard belassen und die Therme, sobald sie auf unser Grundstück geliefert wird, an den Nächstbesten in ebay Kleinanzeigen verhökern 🙂

Gute Neuigkeiten gab es auch: Der Architekt erstellt gerade unsere Bauantragsunterlagen.

Es ist viel passiert..

.. auch privat. Daher kamen wir nicht dazu den Status aktuell zu halten. Das holen wir aber hiermit nach.

Bereits eine Woche früher als zugesagt hat der Architekt die Pläne fertiggestellt und uns den Vorentwurf per Mail geschickt. Diesen Sollten wir in aller Ruhe kontrollieren und, falls es keine Änderungswünsche gibt, unterschrieben zurücksenden. (Hier ist Vorsicht geboten: Sind nach Unterschrift Änderungen gewünscht, kostet es extra).  Einiges, was beim Architektengespräch besprochen wurde fand nicht den Weg in die Zeichnungen (einige Fenster fehlten, einige Wände standen anders als angedacht). Im Großen und Ganzen hat der Architekt unsere Wünsche jedoch verstanden und umgesetzt. Die Kellerfenster müssen wir wie bereits erwähnt selbst besorgen. Hier haben wir dem Architekten so früh wie möglich eine Liste der Fenster, Positionen und Maße mitgegeben, sodass diese direkt mit eingeplant werden konnten.

Als dann die Pläne vorlagen, haben wir aus optischen Gründen (Symmetrie) die Fenster im Keller noch einmal angepasst. Auch die Positionierung des Hauses auf dem Grundstück wollten wir ändern. Viel Garten für die Kinder wäre nicht geblieben. Also wurde das Haus so weit wie möglich an die beiden Grundstücksgrenzen gesetzt, sodass ein großer nutzbarer Garten entsteht.

Der Vorentwurf wurde einige Male hin- und her geschickt, Fehler gefunden, Fehler beseitigt, Fenstermaße geändert, bewiesen, dass sich der Wäscheabwurfschacht sehr wohl realisieren lässt, erneut Fehler gefunden, Fehler beseitigt und so weiter. Alles sehr professionell und zügig.

Tipp am Rande: Uns hat das frühe Planen der Küche vor einer mittelschweren Katastrophe bewahrt. Ohne eine konkrete Küchenplanung wäre uns nicht aufgefallen, dass wir durch die Anordnung der Fenster nicht genügend Platz für Hoch- bzw. Hängeschränke haben. Also: Mit dem ersten Entwurf direkt zum Küchenplaner!

Nun kam gerade die (höchstwahrscheinlich) letzte Korrekur der Kellerzeichnung an. DER PLAN STEHT! Heute Abend werden die Zeichnungen unterschrieben und gehen dann an den Architekten zurück.

In der Zwischenzeit gab es offensichtlich auch auf unserem Grundstück Aktivitäten. Denn gestern Abend erhielten wir das Bodengutachten. 24 Seiten Geologenchinesisch. Ich habe für uns einmal die vermeintlich wichtigsten Infos versucht zu extrahieren: Wir haben Bodenklasse 4, kein drückendes Wasser und es wurden weder Wasseradern noch Sprengkörper gefunden. Aus dem Gutachten geht außerdem hervor, dass der Keller gegen aufstauendes Sickerwasser abgedichtet werden muss. Preislich ist diese Abdichtung von Anfang an einkalkuliert – also kein Problem.

Mit dem Gutachten und den Architektenplänen sollten wir in der Lage sein die ersten Angebote von Tiefbauern einzuholen.