EnEV Nachweis

Eine wirklich sehr ereignisreiche Woche. Die von uns mit der KfW-Baubegleitung beauftragte Firma ean50 hat die Berechnung des Energieeinsparnachweises abgeschlossen. 28 Seiten echte Gefühle. Naja. Nicht ganz. Viel Fachchinesisch. Interessant sind für uns erst einmal nur 2 Dinge: Erreichen wir den geplanten KfW55 Standard? Wie hoch ist der berechnete Energiebedarf?

Zum ersten Punkt: Ja, wenn alle Arbeiten gemäß Planung ausgeführt werden, dann erreichen wir KfW55 Standard. Wenn man sich folgende Grafik anschaut, dann sieht man, dass der Weg zum KfW40 Haus doch noch ein weiter ist. Der blaue Balken stellt den Transmissionswärmeverlust dar. (Für Nicht-Thermodynamiker: Wieviel Wärme geht mir über die Wände/Dach/Fenster flöten)

KfW55

Zum zweiten Punkt:

EnEVMit verrückten Formeln kann man anhand des Endenergiebedarfs seine zu erwartenden Heizkosten abschätzen. Dazu später mehr.

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Küche #2: auch abgehakt

Ach ja, da war ja noch was: Anders als Ende Januar nach der Bemusterung angedacht haben wir uns doch dazu entschlossen die komplette Küche zu nehmen. Wir haben wie bereits erwähnt beim Verkaufsgespräch eine komplette L-Küche herausgehandelt. Diese wird nun in der Einliegerwohnung ihren Platz finden. Teilmöbliert vermieten hat ja durchaus seinen Charme.

Die Küche konnten wir kostenneutral noch etwas in Form und Farbe anpassen, sodass sie sich gut ins Gesamtbild einfügen wird. Mit 6 Wochen Vorlauf können wir sie dann abrufen, wenn der Keller so weit ist. Und das ist das gute Stück (inkl. aller Elektrogeräte):

Küche_UG

+++ Breaking News +++

Fast 2 Wochen haben wir nichts Neues verlauten lassen – dafür gibt’s jetzt umso mehr zu berichten:

Das allerwichtigste zuerst: DIE BAUGENEHMIGUNG IST DA

Baufreigabe

Das Landratsamt Heilbronn hat Wort gehalten: Am 24.03. ist die Baufreigabe an die Gemeinde raus gegangen. Diese habe ich heute direkt in der Mittagspause abgeholt. Endlich. Ich habe mich schon darauf eingestellt dort erneut anrufen und mich vertrösten lassen zu müssen. Kann ja auch mal was klappen.

Die Genehmigung ist bereits heute gescannt und per Mail an die Bank geschickt worden. Angeblich sind mit Vorlage der Baufreigabe alle Voraussetzungen erfüllt damit die Abrtetung rechtskräftig an allkauf geht. Das glaube ich aber erst wenn ich meine Ausfertigung in der Hand halte. Vielleicht fehlt ja doch noch etwas, was bereits seit Monaten bei der Bank liegt. Wer weiß..

Das Original liegt auch schon eingetütet und frankiert auf der Kommode. Es geht an den Architekten. Der wiederum prüft abschließend ob es planungsrelevante Änderungen gibt und schickt Kopien an allkauf, bevor wir das Original zurück bekommen.

Wenn es denn so sein sollte, dass die Abtretung der Bank innerhalb der nächsten Woche bei allkauf vorliegt, dann dürfen wir anfangen rückwärts zu zählen. Laut Kellerbauer können wir von Projektfreigabe (Abtretung+Beugenehmigung liegen allkauf vor) bis Stelltermin Keller mit etwa 4-5 Wochen rechnen (heißt: Anfang Mai). Diese Termine habe ich heute dann auch direkt brühwarm an den Tiefbauer weitergegeben. Er meldet sich mit einem Terminvorschlag für das Ausheben asap zurück.

Und weil es mit einem großen Loch im Garten allein nicht getan ist, habe ich bereits in der letzten Woche alles in die Wege geleitet bzgl. Baustrom und Bauwasser. Das war tatsächlich wesentlich unkomplizierter als erwartet. Sobald wir die Wasserleitung freigelegt haben, soll ich mich telefonisch melden. Dann kommt jemand raus und klemmt mir einen Wasserzähler dran. Super. Baustrom ist nur unwesentlich komplizierter: Man suche sich einen willigen Elektriker (das tatsächlich war das schwierigste), der den Antrag (er)stellen muss. Mir wurde gesagt ich solle einen Puffer von 2-3 Wochen zwischen Antrag und Anschluss einplanen. Was noch fehlt: Ein Baustromkasten. Den hat der Elektriker leider nicht. Aber den Kasten kann man ja mieten. Dazu habe ich ein Angebot vorliegen: 55 EUR/Monat. Perfekt. Da suche ich erst gar nicht weiter. Eine gelungene Woche bisher – darauf ein Bier.

Küche: abgehakt

Endlich – ein Punkt weniger auf unserer langen Liste. Bevor es bald sicherlich sehr viel hektischer wird haben wir es doch noch geschafft die Küche fertig zu planen und zu bestellen. Wir hatten ja bereits eine recht detaillierte Planung der Küche zur Hand – dennoch hat der Küchenplaner noch einmal geschlagene 4 Stunden benötigt.. Aber es hat sich gelohnt. Der gute Mann ist öfter zwischendurch für eine Viertel Stunde verschwunden (wir dachten zuerst er geht mal schnell eine rauchen), kam dann aber immer mit Neuigkeiten zurück: „Ich hab da mal was bei unserem Einkäufer nachgefragt: Wir haben demnächst eine Aktion – ich könnten Ihnen zum gleichen Preis ein hochwertiges Granitwaschbecken anbieten“ oder „Ich habe gerade mit dem Lieferanten gesprochen – wir können Ihnen noch einige Hundert Euro entgegen kommen und zusätzlich noch den Apothekerschrank mit aufnehmen“. Alles in allem glauben wir einen guten Deal gemacht zu haben.

Die Küche wird in einem mordern-schlichten weiß gehalten mit schwarzer Arbeitsplatte. Das Spülbecken haben wir in weiß geählt, um einen netten Kontrast zu schaffen. Die Edelstahlgriffleisten sind fast unsichtbar an der Oberkante der Türen und Schubladen versteckt. Wirkt irgendwie sehr aufgeräumt. Jede Menge Stauraum und eine Koch-‚Halb‘-Insel, die an der Rückseite noch weiteren Stauraum bietet. Auf Hochschränke haben wir ganz verzichtet (50% der im Haushalt lebenden Bauherren sind relativ klein gewachsen), Hängeschränke gibt es nur um Gläser und Tassen zu verstauen. Den Kühlschrank wollten wir als stand-alone Lösung. Mit (bald) zwei Jungs im Haushalt bezweifle ich, dass ein ‚Standard-Kühlschrank‘ in der Pubertät ausreicht. So könnten wir später völlig unabhängig von der Küche was noch größeres kaufen.

Sämtliche Elektrogeräte werden wir selbst besorgen. Mein Arbeitgeber mit den fünf roten Buchstaben gewährt seinen Angestellten einen ordentlichen Rabatt auf sein gesamtes Sortiment an Elektrogeräten. Da lassen sich schnell ein paar Tausender sparen.

Die Bilder sind nicht ganz so schick, aber ich denke man kann einen Eindruck gewinnen.

Doppelschlag zum Wochenende

can__t_stop_me

Nach meiner bösen E-Mail an die Bank hatte ich etwas Zweifel, ob ich nicht vielleicht doch ein Wenig über das Ziel hinaus geschossen bin mit meiner indirekten Beleidigung und den boshaften Seitenhieben. Was soll ich sagen: Nein, bin ich nicht. Die Abtretung lag gestern in unserem Briefkasten. In korrekter Höhe. Diese haben wir sofort unterschrieben und Richtung Simmern zu allkauf geschickt. Dort wird ebenfalls unterschrieben und gestempelt. Dann schickt allkauf die Unterlagen zurück zur Bank. Dann warten alle (allkauf, die Bank und vor allem wir) auf die Baugenehmigung. Sobald diese vorliegt, bestätigt die Bank die rechtskräftige Abtretung an allkauf und dann war es das mit der Kaufpreissicherstellung.

Die Baugenehmigung und die KPS sind die letzten offenen Punkte, bevor die ‚Projektfreigabe‘ bei allkauf erteilt wird. Dann wird der Stelltermin für den Keller bekannt gegeben. In der Regel liegen zwischen Projektfreigabe und Keller-Stelltermin ca. 5 Wochen.

Nachdem einer unserer Nachbarn (er hat sein Baugesuch etwa einen Monat vor uns eingereicht) uns mitgeteilt hat, dass sie ihren roten Punkt nächste Woche in der Hand halten dürfen, habe ich kurzerhand auch einmal auf dem Landratsamt nachgehakt.

Der Bauantrag ist von Seiten der Sachbearbeiterin ferig bearbeitet! Nächste Woche kommt der Stempel drauf und die Baugenehmigung wird an unsere Gemeinde geschickt, sodass wir sie dort abholen können. Allerallerspätestens übernächste Woche haben wir auch unseren roten Punkt (sagt die Sachbearbeiterin).

Jetzt wird es doch auf einmal stressig. Das bedeutet ja, dass in 6-8 Wochen der Keller stehen kann. Und genau so lange beträgt auch die Lieferzeit für die Kellerfenster und die Hausübergabestation. Es gibt also einiges zu tun in den nächsten Tagen. Der Tiefbauer muss ein Zeitfenster freihalten, die Kelleraußendämmung muss bestellt werden. JETZT IST ENDLICH SCHLUSS MIT PLANEN – JETZT WIRD GEMACHT

Abtretung: Never ending story

Bis zum späten Nachmittag habe ich auf den versprochenen Rückruf der Bank gewartet (ich habe darauf bestanden mit dem nächsten Vorgesetzten zu sprechen). Und tatsächlich meldet sich die Abteilungsleiterin. Wie es sich für einen guten Vorgesetzten gehört, wird natürlich erst einmal versucht den Angestellten in Schutz zu nehmen. Das funktionierte auch etwa eine Minute. Als ich dann noch einmal die Historie dargelegt und auf diverse Fehler der Sachbearbeiterin hingewiesen habe, wurde Frau Abteilungsleiterin merkbar unruhig. Ich habe sie gebeten doch bitte einmal in einem Dokument X im Absatz Y nachzusehen. Kurze Stille – dann hatte Sie das Dokument und die passende Stelle gefunden. Wir haben über den Inhalt besprochen und waren uns über dessen Bedeutung einig. Damit hatte ich dann den Hebel, den ich brauchte: Einmal lag dieses Dokument angeblich nicht vor und ein anderes Mal war nirgends die Information enthalten, über die wir beide uns gerade einig geworden sind. Dumm. Jetzt war auch bei Frau Abteilungsleiterin die Stimmung gekippt. Zu meinen Gunsten.

Nun habe ich ja aber ein echtes Interesse daran, dass die Abtretung schnell und vor allem korrekt ausgestellt wird. Zwar war das Gemecker an höherer Stelle Balsam für die Seele, aber etwas Zählbares habe ich noch immer nicht in der Hand. Also habe ich ausnahmslos alle relevanten Dokumente zusammengesucht, eingescannt und ein einzelnes PDF erstellt. Mit einem Deckblatt inklusive Erläuterungen, Zwischensummen und Querverweisen.

In meiner E-Mail konnte ich es mir einfach nicht verkneifen noch einmal auf den Putz zu hauen. „.. sodass es auch bildungsfremden Menschen möglich sein sollte nachzuvollziehen..“ „Da diverse Dokumente auf mysteriöse Weise von Zeit zu Zeit in Ihrem Hause verschwinden, sende ich Ihnen diese E-Mail zur Sicherheit in dreifacher Ausfertigung“

Langsam finde ich Gefallen an der ganzen Angelegenheit. Man sieht wieder: Alles eine Frage der Einstellung 🙂

 

 

15.000+ Hits

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Diese Elendstouristen! Ergötzen sich an unserem Leid! Erfreuen sich an unseren Problemen mit unfähigen Banksachbearbeitern und langsam mahlenden Mühlen der Bürokratie.

Spaß beiseite. Wir freuen uns sehr über das Interesse und hoffen weiterhin, dass wir dem Einen oder Anderen über unser Tagebuch Fragen beantworten oder bestenfalls auch ein Paar hilfreiche Tipps geben können. Wir bemühen uns weiterhin und halten Euch auf dem Laufenden. Morgen beispielsweise gibt es sicher wieder witzige Neuigkeiten von der Bank. Garantiert 🙂

I’m with stupid

Vor 10 Tagen habe ich noch einen Teilerfolg in Sachen Abtretung gemeldet – seit dem kämpfe ich fast jeden Tag mit der Bank.

Dort habe ich wie erwähnt darum gebeten eine Abtretung entsprechend der aktualisierten allkauf-Summe auszustellen. Nach ein Paar Tagen habe ich mich nach dem Stand der Dinge erkundigt. Da sagte mir die Sachbearbeiterin, dass diese Abtretung nicht ausgestellt werden kann, es gäbe eine Finanzierungslücke von mehreren zehntausend Euro: Der Keller wäre nirgends berücksichtigt. Bereits in den ersten eingereichten Unterlagen (Aug/Sep 2016) findet sich eine exakte Aufstellung von allkauf, was alles im Kaufpreis inklusive ist. Dort findet sich auch explizit der Keller in FETTEN Buchstaben. Ich habe einmal freundlich gefragt, ob eigentlich irgendjemand die Unterlagen liest, die sie ihre Kunden nötigen einzureichen. Eine Antwort habe ich nicht bekommen. Ich solle doch bitte noch einmal alle Posten genau aufschlüsseln.

„NEIN, das werde ich nicht tun! Denn was soll in dieser Aufschlüsselung stehen? Exakt dasselbe wie in der letzten Aufschlüsselung.“ Man werde die Angelegenheit noch einmal prüfen. Ich habe dann darauf bestanden, dass ich noch am gleichen Tag zurückgerufen werde. Der Anruf kam. Die gute Frau sah sich nicht im Stande die Ungereimtheiten aufzulösen. Sie würde es noch einmal gründlich in der Fachabteilung prüfen lassen. Dauert 2 Tage. Rufen Sie übermorgen doch noch einmal an.

Jedes Mal, wenn ich bei der Bank anrufe, stimmt angeblich irgendetwas nicht. Und jedes Mal ist es etwas anderes. Der erste kann ein Dokument nicht lesen, der zweite erklärt es würden Dokumente gänzlich fehlen und der dritte bahauptet die Zahlen passen nicht zusammen. Ist das Taktik? Schaffen es die Banken auf diese Weise sich Bereitstellungszinsen zu ergaunern? (NEUE Unterlagen habe ich nie nachreichen müssen. Dafür manche bereits zum dritten Mal)

Das witzige ist ja: Die erste Kaufpreissicherstellung konnte ohne Probleme ausgestellt werden. Da gab es seltsamerweise keine Zweifel daran, dass der Keller berücksichtigt wurde. Hier ist man sehr stark abhängig davon, ob das Gegenüber die vier Grundrechenarten beherrscht oder in der Lage ist dem gelesenen Wort einen sinnhaften Zusammenhang zu entnehmen. Beide Fähigkeiten in sich zu vereinen scheint bei der Auswahl der Bewerber nicht im Fokus zu stehen. Schade.

Ich frage mich immer häufiger, was diese Abkürzung der Bank eigentlich zu bedeuten hat? Dämlich, Schwer von Begriff, Langsam? (den Namen der Bank möchte ich hier natürlich nicht nennen).

Immerhin habe ich heute den Namen der Sachbearbeiterin erfahren (man telefoniert immer nur mit einer Art Call-Center). Morgen werde ich ein letztes Mal versuchen über den ’normalen Weg‘ eine Entscheidung zu bekommen. Danach werde ich nach oben eskalieren.

Auch wenn ich mich wiederhole: Was für ein Glück, dass die Baugenehmigung noch nicht da ist…