Nachtrag: Überschreitung EFH

Noch ein kurzer Nachtrag der Vollständigkeit halber:

Das Landratamt Heilbronn meldete sich per eMail bei uns und der Gemeinde zu dem Verstoß der Erdgeschoss-Fußbodenhöhe bzw. zu der Befreiung von der EFH, die wir direkt nach Bekanntwerden des Tiefbau-Fehlers eingereicht haben:

Unser Verstoß endet als einfacher Aktenvermerk. Eine Verfahren zur Befreiung wird es nicht geben. „Ein Normalbetrachter wird eine Überschreitung von 15cm mit bloßem Auge nicht feststellen können. Alle weiteren baulichen Grenzen werden weiterhin eingehalten. Zudem gib es im genannten Baugebiet bereits eine Befreiung der EFH von +20cm. Der Verstoß wird zur Kenntnis genommen. Das Ermessen der unteren Baurechtsbehörde wird dahingehend ausgeübt, dass auf eine nachträgliche Genehmigung der EFH Überschreitung wegen Geringfügigkeit verzichtet wird.“

Ich bin wirklich froh, dass wir den ‚ehrlichen‘ Weg gewählt haben und nicht die Option „Wir schauen uns alle einmal tief in die Augen und machen einfach weiter, als ob keiner etwas gesehen hat“.

 

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Kellermontage / Leerrohre

Etwa halb 10 war es, bis wir heute auf der Baustelle eingetroffen sind. Schon aus mehreren Kilometern Entfernung konnten wir den Kran erkennen. Die Glatthaar-Jungs waren schon mächtig fleißig. Drei der Außenwände waren bereits gestellt. Schlag auf Schlag. Beeindruckend. Und mindestens genauso beeindruckend war die Passgenauigkeit der Elemente. Zu meiner Freude sind die Oberflächen der Betonwände so glatt, dass sie nicht mehr gespachtelt werden müssen (außer an den Nahtstellen natürlich). Da reicht später tatsächlich ein Tiefengrund und dann ran mit der Tapete.

In die meisten der Wände haben wir Unterputzdosen und Leerrohre eingießen lassen. Die Leerrohre stehen dann standardmäig nach dem Gießen der Kellerdecke oben heraus. Die anschließende Verlegung der Elektroleitungen wird dann auf dem EG-Rohfußboden vorgenommen. Was für eine bescheidene Lösung. Ich habe daher im Voraus mit dem Kolonnenführer vereinbart, dass wir ein Zeitfenster bekommen um die Leerrohre IN der Armierung der Kellerdecke zu verlegen, sodass sie unsichtbar und sauber mit vergossen werden können. Zähneknirschend habe ich ein Zeitfenster von max. 30 min zugesichert bekommen.

Was braucht man also dazu? Zuerst einmal drei Geistesgestörte die sich einbilden, man könne 70m Leerrohr mal schnell eben so auf die Kellerdecke werfen und damit hat sich’s. Dann benötigt man natürlich noch betonfestes Leehrrohr EN25 und entsprechende Verbindungsmuffen. Wer wie wir auch direkt die Lampenauslässe in der Decke berücksichtigen möchte, braucht zudem noch einen ordentlichen Bohrhammer (mit einem einfachen Schlagbohrer hat man keine Chance!) und einen 25mm Betonbohrer.

Beim Bohren habe ich mir mehrmals fast das Handgelenk gebrochen, als ich auf Stahl gestoßen bin und der Bohrer sich schlagartig verhakt hat. Aber sonst ging es wirklich super von der Hand. Parallel haben mein Schwager und mein Vater schon die ersten Leerrohre unter der Armierung entlang gefädelt und mit den aus der Wand ragendenen Stummeln verbunden. Bis auf die Lampen-Leerohre wurde alles zentral zu einem Punk geführt, an dem später die Unterverteilung des Kellers platziert wird. Ein letztes Rohr EN40 als Hauptzuleitung vom Zählerschrank zur Unterverteilung – das war’s. Klingt einfach? Es war die Hölle. Bei der heutigen Hitze mussten wir uns dermßen beeilen, dass wir nach getaner Arbeit regelrecht kollabiert sind. Wir wollen ja nicht jammern – die Keller-Jungs haben heute wohl den bedeutend schwierigeren Job gehabt.

Anschließend wurden noch einmal Stahlmatten obendrauf gelegt und dann ging’s auch schon los mit dem Vergießen der Wände. Unglaublich, wie viel Beton in den Hohlräumen verschwindet! Insgesamt wurden heute noch einmal 22m³ Beton für die Wände und Decken benötigt.

Wie beim letzten Mal war es auch diesmal Bauherren-Aufgabe den Keller bis zum Sonnenuntergang ordentlich nass zu halten. Zum Glück zogen gegen 19.00 Uhr schwere Regenwolken auf. So konnte ich schon etwas früher Richtung Heimat aufbrechen und mich von meiner Frau für meinen amtlichen Sonnenbrand bemitleiden lassen.

Haus-Stelltermin

Am späten Freitag-Nachmittag klingelt das Telefon: Unsere allkauf Kundenbetreuerin meldet sich bei uns, um den Stelltermin für unser Haus bekannt zu geben: 13. Juli 2017 !

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Endlich hat die Ungewissheit ein Ende. Wer unseren Blog aufmerksam verfolgt, wird vielleicht zwischen den Zeilen gelesen haben dass wir Nachwuchs erwarten. Und ratet mal, wann der errechnete Geburtstermin ist?! Richtig: der 13. Juli. Freude konnte sich zumindest bei meiner Frau nicht so recht einstellen. Aber ich muss sagen: Falls es eine Punktlandung geben sollte, stehen wir zumindest nebeneinander auf der Baustelle und ich kann mit meiner Frau direkt Richtung Krankenhaus fahren. Anders wäre es sicher so gewesen, dass ich knapp 50km entfernt auf der Arbeit aufgesprungen wäre, wenn es soweit ist. Also: Alles halb so wild – das kriegen wir schon hin.

Damit liegen zwischen der Projektfreigabe und der Hausaufstellung etwas mehr als 13 Wochen. Also exakt das Maximum, was uns bei Vertragsunterzeichnung genannt wurde. Nicht übel. Früher wäre natürlich schöner gewesen. Aber allkauf hält sich an die terminlichen Absprachen – und somit gibt es auch keinen Grund zum Meckern. Positiv anmerken muss ich allerdings, dass allkauf unserer Bitte nachkam und den Termin so früh wie irgendwie möglich bekannt zu geben (7 Wochen vorher). Normalerweise bekommt der Bauherr erst 4 Wochen vor Hausaufstellung seine Termine.

Wir haben eine Bodenplatte!

Heute bin ich erst am späten Vormittag auf der Baustelle eingetroffen. Der Trupp war erwartungsgemäß schon sehr fleißig gewesen. Ich konnte gerade noch miterleben, wie die letzten Stahlmatten gelegt wurden. Sagenhafte 4 Tonnen Armierungsstahl wurden eingebracht. Die enorme Menge hat sich keinem der Anwesenden so recht erschlossen – aber dem Wort des Statikers widerspricht man einfach nicht.

Bis zum Eintreffen der Betonpumpe wurden die Platten dann noch miteinander verrödelt und die Hebeanlage in die finale Position gebracht. Gegen 13 Uhr stand die Betonpumpe wie bestellt vor Ort und die erste Ladung von insgesamt 4 Betonmischern wurde verarbeitet.

In Summe wurden somit ca. 30m³ Beton vergossen am heutigen Tag. Parallel wurde der Beton auf Höhe gebracht, mit einer Art Monster-Vibrator verdichtet und anschließend glatt gezogen.

Ich musste mich doch zwischendurch einmal fragen, wozu ich eigentlich von Glatthaar genötigt wurde einen Bauwasseranschluss bereit zu stellen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist nur Wasser benötigt worden, um es in einen Eimer zu füllen und damit die Getränke kühl zu halten 🙂 Doch dann ergab alles einen Sinn: Der Bauherr hat die Bodenplatte ordentlich zu bewässern. Vor allem morgen, wenn es tatsächlich so sonnig und heiß werden soll. Gott sei Dank – sonst wäre das Bauwasser wirklich für die Katz gewesen..

Als der Glatthaar Trupp sich verabschiedete, habe ich noch eine Ladung Pappkarton und Folie ins Auto geladen (Nein, den Müll nimmt der Bautrupp nicht mit) und die Bodenplatte noch einmal Gute-Nacht-Bewässert. Morgen werden wir unseren Feiertags-Familienausflug also in der Nähe unserer Bodenplatte gestalten, sodass wir zwischendurch noch ein- oder mehrmals wässern können. Klingt für mich nach einem Job für den Nachwuchs-Bauherrn. In diesem Sinne: Allen einen schönen Vatertag!

Auf Messers Schneide!

Heute war der erste Glatthaar-Kellerbau-Tag. Auf der Agenda: Erstellen und Betonieren der Frostschürze, verlgen der Entwässerungsleitungen unter der Bodenplatte, Einbau der Hebeanlage, Perimeterdämmung unter der Bodenplatte sowie das Einschalen.

Gegen halb 9 traf ich auf der Baustelle ein, als gerade ein Tieflader voll Armierungsstahl rückwärts auf unser Grundstück rangierte. Eine gute Stunde hat’s gedauert, dann war alles abgeladen und an seinem Platz.

Kurz darauf hat der Kolonnenführer schweres Vermessungsgerät aufgefahren und noch einmal die Schotterhöhen eingemessen. Sorgenfalten auf der Stirn. Ich wurde wild winkend dazu gerufen. Ob ich sicher wäre, dass der Höhenriss an der nächstgelegenen Laterne korrekt sei. „Nehmen Sie doch einfach die Markierung da vorne, die mein Vermesser gemacht hat.“ Nachgemessen. SCH%?$§ ! Gleiches Ergebnis. Unser Tiefbauer hat’s vergeigt. Die Schotterschicht ist 15cm zu hoch! Auch das angeforderte Höhenprotokoll des Vermessers sagte das Gleiche.

Und dann kams: Der Keller-Chef hat das böse Wort mit A benutzt. ABBRECHEN. 5cm Höhentoleranz sind kein Problem. 15cm sind zu viel. Und da ich wusste, dass wir mit unserer Erdgeschossfußbodenhöhe ans baulich festgelegte Limit gegangen sind, gab es eigentlich keinen Spielraum. An die nächsten 45min kann ich mich nur noch vage erinnern. Ich habe telefoniert. Mit dem Glatthaar Projektleiter, mit dem Architekten, mit der Gemeinde, mit dem Bauamt, wieder mit dem Architekten und so weiter. Das Ergebnis: Ich habe das OK von der Gemeinde weiter zu machen – ich muss nur dringend einen Antrag auf (nachträgliche) Befreiung stellen. Die wird von der Gemeinde durchgewunken. Reine Formalie, denn ein anderer Nachbar hat sich im Rahmen seines Baugesuchs bereits von der Höhe EG-Rohfußboden befreien lassen.  Alle weiteren festgeschriebenen Höhen halten wir ein. Also: Es konnte weiter gehen. Und so verlief der restliche Tag:

 

Alle Arbeiten konnten planmäßig, wenn auch verspätet, abgeschlossen werden. Morgen folgt ein weiterer spannender Tag. Mal sehen, welche Überraschungen er diesmal für uns bereit hält..

Organisatorisches vor dem Keller

Wie versprochen haben wir gestern von unserem Glatthaar Projektleiter die Vorab-Fertigungspläne des Kellers erhalten, um die von uns eingeplanten Leerrohre und Elektrodosen zu kontrollieren. Die letzten Änderungswünsche wurden wohl noch nicht berücksichtigt. Und einige kleinere Korrekturen waren fällig. Aber im Großen und Ganzen passt alles. An manchen Stellen benötigen wir für eine saubere Elektroinstallation mehr Leehrrohre als vorgesehen, aber hier ist Glatthaar wirklich felxibel. Mit solchen Firmen arbeitet man gern. Dann ist unserem Projektleiter aufgefallen, dass er vergessen hat eine Entlüftung für die Hebeanlage vorzusehen. Ich hatte einen recht pragmatischen Lösungsansatz, die vorhandene Deckendurchführung für den Wäscheabwurf etwas zu vergrößern, um dort die Entlüftung bis zum Dach zu führen. Ich glaube er war erleichtert. Im Gegenzug habe ich einen (sonst mit ca. 400 EUR aufpreisigen) weiteren Deckendurchbruch rausgehandelt, damit wir dort alle Leerrohre des UGs an der Unterverteilung bündeln können. Das wird richtig gut, glaube ich.

Morgens hat sich die Spedition gemeldet, um uns den Liefertermin für die Kelleraußendämmung zu bestätigen. Am 01.06. wird diese geliefert. Perfekt, denn genau für den 01.06. habe ich unseren allkauf-Bauleiter zur Kellerabnahme ‚gezwungen‘. Mit einem offiziell abgenommenen Keller sind wir rechtlich dann auch auf der sicheren Seite, wenn wir direkt an dem langen Pfingstwochenende die Fenster einbauen und die Dämmung beginnen zu kleben.

 

Es ist angerichtet: Feinabsteckung

Knappe 30°C waren es heute. Mit dem Vermessungstechniker wollte ich auf jeden Fall nicht tauschen. In der prallen Mittagssonne in unserer Grube stehen ohne auch nur das kleinste bisschen Schatten. Er ist zumindest nicht umgefallen, bevor er den letzten Nagel in unser Schnurgerüst geschlagen hat. Das ist das einzige was zählt 🙂 Somit ist für kommenden Dienstag alles gerichtet, wenn Glatthaar mit den Vorarbeiten für die Keller-Bodenplatte beginnt.

Apropos Glatthaar: Heute morgen habe ich unserem Projektleiter vorsichtig beigebracht, dass der Trupp am Dienstag zu allererst einmal den Dreck abschieben muss. Scheint alles klein Problem – wir werden uns irgendwie erkenntlich zeigen. Wenn es das Wetter zulässt, werfen wir für den Trupp ein Paar Steaks auf den Grill.

Und zu guter letzt hat unser Dixi es doch noch auf unser Grundstück geschafft, sodass die Tiefbauarbeiten des Nachbarn nicht beeinträchtigt werden.

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Ein Tag zum Vergessen

Eigentlich ging es ganz gut los.

Ein Serientermin in meinem Kalender heißt „Telekom EnBW“. Seit fast einem Monat telefoniere ich immer wieder abwechselnd mit EnBW und der Telekom. Grund: EnBW liegt der Telekom-Auftrag zur Ausführung der Anschlussarbeiten noch nicht vor. Die Telekom behauptet seit Wochen, dass sie die Unterlagen an die EnBW geschickt hätten, die EnBW hat nichts vorliegen. Hin und Her. Heute endlich: Der Aufrag liegt vor – wenn der Stromanschluss hergestellt wird, wird auch direkt das Telekom-Kabel mit verlegt. JUHU.

Keine Stunde später klingelt das Telefon – die Gemeinde ruft an. Am Wochenende hätte es ein schweres Unwetter gegeben und unsere Baugrube ist mit Schlamm vollgelaufen. In der Mittagspause bin ich dann sofort Richtung Bauplatz aufgebrochen. Unser Grundstück liegt am obersten Rand der Gemeinde. Als ich auf dem Weg dorthin durch den tiefer gelegenen Ortskern gefahren bin, hat mich der Schlag getroffen. Alle Straßen völlig verdreckt vom schlammhaltigen Regenwasser, welches sich hier wohl am Wochenende den Weg des geringsten Widerstands gesucht hat. Mir wurde richtig flau im Magen. Der Straße bergauf folgend wurde es eher schlimmer als besser. Oben angekommen, konnte ich immerhin schon erkennen, dass unser Grundstück nicht die Quelle des Übels war und überspült worden ist. Der Schlamm stammt von einer noch etwas höher gelegenen Ackerfläche. Von dort aus ist der Dreck durch unser Baugebiet bis nach unten ins Zentrum gelaufen. Und ein Teil davon auch in unsere Baugrube. Schöne Sauerei!

Wie man sieht, ist es nicht ganz so schlimm wie die Frau von der Gemeinde es geschildert hat. Aber dennoch haben wir auf der Hälfte der Schotterfläche nun eine Schlammschicht. Was das für den Schotter bedeutet kann ich noch nicht sagen. Ob dieser teilweise ausgetauscht werden muss? Unser Tiefbauer schaut es sich an und meldet sich spätestens morgen früh.

Das Unglück kam zum schlechtmöglichsten Zeitpunkt: Übermorgen kommt der Vermesser für die Höhenkontrolle und die Feinabsteckung! Dem Schnurgerüst scheint nichts passiert zu sein. Aber so kann sicher nicht die Höhe kontrolliert werden. Also: Schnell den Vermesser angerufen. Grundsätzlich sieht er keine größeren Probleme. Zumindest für die Feinabsteckung nicht. Für die Höhenkontrolle werden 9 Punkte verteilt über die Grundfläche gemessen. Ein 3×3-Raster.  Zur Not fahre ich morgen Abend noch mal mit der Schaufel bewaffnet hin und lege an den entsprechenden Stellen den Schotter wieder frei.. Aber warten wir erst mal die Einschätzung des Tiefbauers ab.

Erst als ich wieder ins Auto gestiegen bin um zurück zur Arbeit zu fahren habe ich realisiert, dass unser Dixi heute geliefert wurde. Das hat mir dann den Rest gegeben: Es steht nämlich nicht dort, wo ich es gut erkennbar auf einer Skizze kenntlich gemacht habe, sondern auf dem Grundstück des Nachbarn. Besser gesagt genau auf seinen Versorgungsleitungen, an die er Mitte der Woche ran muss. Perfekt! Also: Noch mal telefonieren: O-Ton: „Haben Sie denn keine Möglichkeit es selbst zu versetzen?“ Da ist mir in meiner prächtigen Laune wirklich der Kragen geplatzt: „Wenn Ihr Fahrer zu dumm ist einen einfachen Plan zu lesen, sehe ich nicht ein, warum ich nun dafür sorgen muss, dass das Klo an die dafür vorgesehene Stelle kommt. Sorgen Sie dafür, dass das Ding da verschwindet! Schnell!“ Man meldet sich Morgen früh.

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Edit: Entwarnung vom Tiefbauer. Die Tragfähigkeit hat keinesfalls gelitten. Natürlich hat sich der Schlamm nun in die Zwischenräume gesetzt, aber das ist nicht weiter tragisch. Denn unsere Schotterschicht hat nicht die Aufgabe das Wasser abzutransportieren sondern lediglich zu Tragen. Schwein gehabt.

Dämmstoffe und Probeparken

Schon seit einigen Monaten beschäftigten wir uns mit dem Thema Kellerdämmung. Viel gelesen, viel telefoniert und noch mehr Preise verglichen. Der Energieberater schreibt eine Mindeststätke von 140mm vor. Die Wärmeleitgruppe (WLG) sollte mindestens WLG041 entsprechen. Das waren auch schon die technischen Vorgaben. Der Dämmstoff nennt sich XPS, ein extrudierter Polystyrol Hartschaum. Hersteller gibt es einige. Die Materialeigenschaften sind im Großen und Ganzen überall gleich. Abweichungen gibt es bei der Wärmeleitfähigkeit bzw. dem Dämmwert. Schätzungsweise 15-20 verschiedene Baustoff-Großhändler haben wir verglichen. Die Überraschung: OBI war am günstigsten. Bei einer zu dämmenden Fläche von ca. 120m² machen 4 EUR/m² Preisdifferenz schnell 500 EUR aus. Und die Daten passen: Mit WLG036 erzielen wir sogar eine noch höhere Dämmwirkung als gefordert. Das Material wird kostenfrei direkt vom Hersteller zum Wunschtermin auf die Baustelle geliefert. Also wurden direkt Nägel mit Köpfen gemacht: Auftrag unterschrieben und die Hälfte angezahlt. Erledigt. Das war die gute Tat für den Samstag.

Und was macht man mit dem zweiten freien Tag des Wochenendes? Garagen gucken.
Nicht weit von uns gibt es eine Ausstellung mit Fertiggaragen, Pflasterböden und sonstigen Gartenutensilien. In unserem Bauantrag wurden nur PKW Stellplätze vorgeshen. Eine Genehmigung für die Garage war nicht Teil des Antrags. Wie kürzlich erwähnt, werden wir einen Änderungsantrag stellen, um die Geländeauffüllungen genehmigen zu lassen. In diesem Zug soll auch die Garage genehmigt werden. Aber dazu sollte man auch wissen wie groß die Garage werden soll.
Unsere Grobplanung sah so aus: Großraum/Doppelgarage (ca. 6x6m) mit einem großen (mind. 5m breiten) Sektionaltor.
Wirklich genial an dieser Ausstellung: Man kann sein Auto Probe-Parken. (Das Tor auf dem Bild hat eine Breite von 5,50m, die gesamte Garage ist 7m breit und 6m tief)

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So haben wir uns dann auch recht schnell entscheiden können. Mit 6m Breite könnten wir gut leben (6,50 wären schöner – müssen wir einmal anfragen). Die Länge sollte allerdings 7m betragen. So bleibt zwischen Auto und der unverzichtbaren Werkbank auch noch genügend Platz zum Durchgehen.
Um ein Gefühl zu bekommen: Die beiden Bilder verdeutlichen den Unterschied zwischen einer 6m und einer 6,50m tiefen Garage.

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Dann gab es noch Bodenbeläge zu bestaunen – aber das Thema steht noch weit, weit hinten an. Hier trotzdem einige Impressionen:

Bauwasser und Baustrom

Einmal mit Profis arbeiten! Die Heilbronner Versorgungs Gesellschaft hat bisher wirklich einen guten Eindruck hinterlassen. Kurze Wege, wenig Bürokratie und patente Ansprechpartner. Für den Bauwasseranschluss genügte eine kurze Mail an den Wassermeister – am nächsten Tag rief er schon zurück und verkündete: „Bauwasseranschluss fertig“. Wenn alles so laufen würde..

Am Freitag hat sich unser Elekrtiker gemeldet um uns mitzuteilen, dass sich die EnBW mit ihm in Verbindung gesetzt hat bgzl. des Termin für den Baustrom. Kommenden Dienstag soll das passieren. Es wird also höchste Zeit einen Baustromverteiler auf die Baustelle zu schaffen.

Diesen haben wir dann am gestrigen Samstag für 300,00 EUR von privat gekauft. Ein Erdungsspieß war leider nicht dabei – den bekommt man aber für knapp 15,00 EUR im gut sortierten Baumarkt. Alles zur Baustelle gefahren – die Erdung verkabelt – fertig. Ein wenig verunsichert hat mich unser Elektriker: Er meinte, der Baustromverteiler müsse ein mindestens 15m langes Anschlusskabel haben. Unser Anschlusskabel ist etwa 3-4m lang. Da der Stromkasten direkt auf der Anschlussleitung steht, sehe ich keinen Grund für eine längere Leitung. Selbst die 3-4m werden wir nicht ausschöpfen. Mal sehen, ob der EnBW-Mensch daran etwas auszusetzen hat.

Die Miettoilette ist ebenfalls bestellt und wird in KW20 angeliefert. Die angebotenen Preise gehen hier enorm auseinander. Für kommende Bauherren als Richtwert: 21,50 EUR netto pro Woche zahlen wir für das stille Örtchen.

Damit wären dann höchstwahrscheinlich am Dienstag alle Voraussetzung bauseits für den Keller geschaffen. Um dies zu bestätigen, hat Glatthaar eine Art Formblatt mitgeschickt. Darauf versichert der Bauherr, dass die Baustelle ready-for-Keller ist. Diese Bestätigung muss mindestens eine Woche vor den geplanten Keller-Arbeiten vorliegen. Wir werden die Bestätigung so früh wie möglich zurücksenden. Denn (nicht, dass wir damit ernsthaft rechnen) wenn ein anderer Keller-Stelltermin platzt, werden natürlich die Bauherren terminlich vorgezogen, die die Voraussetzungen erfüllen.

Edit: Unser Elektriker hat sich gerade telefonisch gemeldet: Die Anschlussleitung ist so nicht zulässig. Wie erwähnt, zum einen wegen der geringen Länge aber vor allem entsprechen die Querschnitte nicht dem geltenden Standard. Er wird am Montag 15m Leitung (5x16mm²) besorgen und unseren Baustromverteiler auf den Stand der Technik bringen. Somit können wir immerhin sicher sein, dass wir am Dienstag auch wirklich Strom bekommen  und das ‚höchstwahrscheinlich‘ aus dem Satz streichen 🙂