Kellermontage / Leerrohre

Etwa halb 10 war es, bis wir heute auf der Baustelle eingetroffen sind. Schon aus mehreren Kilometern Entfernung konnten wir den Kran erkennen. Die Glatthaar-Jungs waren schon mächtig fleißig. Drei der Außenwände waren bereits gestellt. Schlag auf Schlag. Beeindruckend. Und mindestens genauso beeindruckend war die Passgenauigkeit der Elemente. Zu meiner Freude sind die Oberflächen der Betonwände so glatt, dass sie nicht mehr gespachtelt werden müssen (außer an den Nahtstellen natürlich). Da reicht später tatsächlich ein Tiefengrund und dann ran mit der Tapete.

In die meisten der Wände haben wir Unterputzdosen und Leerrohre eingießen lassen. Die Leerrohre stehen dann standardmäig nach dem Gießen der Kellerdecke oben heraus. Die anschließende Verlegung der Elektroleitungen wird dann auf dem EG-Rohfußboden vorgenommen. Was für eine bescheidene Lösung. Ich habe daher im Voraus mit dem Kolonnenführer vereinbart, dass wir ein Zeitfenster bekommen um die Leerrohre IN der Armierung der Kellerdecke zu verlegen, sodass sie unsichtbar und sauber mit vergossen werden können. Zähneknirschend habe ich ein Zeitfenster von max. 30 min zugesichert bekommen.

Was braucht man also dazu? Zuerst einmal drei Geistesgestörte die sich einbilden, man könne 70m Leerrohr mal schnell eben so auf die Kellerdecke werfen und damit hat sich’s. Dann benötigt man natürlich noch betonfestes Leehrrohr EN25 und entsprechende Verbindungsmuffen. Wer wie wir auch direkt die Lampenauslässe in der Decke berücksichtigen möchte, braucht zudem noch einen ordentlichen Bohrhammer (mit einem einfachen Schlagbohrer hat man keine Chance!) und einen 25mm Betonbohrer.

Beim Bohren habe ich mir mehrmals fast das Handgelenk gebrochen, als ich auf Stahl gestoßen bin und der Bohrer sich schlagartig verhakt hat. Aber sonst ging es wirklich super von der Hand. Parallel haben mein Schwager und mein Vater schon die ersten Leerrohre unter der Armierung entlang gefädelt und mit den aus der Wand ragendenen Stummeln verbunden. Bis auf die Lampen-Leerohre wurde alles zentral zu einem Punk geführt, an dem später die Unterverteilung des Kellers platziert wird. Ein letztes Rohr EN40 als Hauptzuleitung vom Zählerschrank zur Unterverteilung – das war’s. Klingt einfach? Es war die Hölle. Bei der heutigen Hitze mussten wir uns dermßen beeilen, dass wir nach getaner Arbeit regelrecht kollabiert sind. Wir wollen ja nicht jammern – die Keller-Jungs haben heute wohl den bedeutend schwierigeren Job gehabt.

Anschließend wurden noch einmal Stahlmatten obendrauf gelegt und dann ging’s auch schon los mit dem Vergießen der Wände. Unglaublich, wie viel Beton in den Hohlräumen verschwindet! Insgesamt wurden heute noch einmal 22m³ Beton für die Wände und Decken benötigt.

Wie beim letzten Mal war es auch diesmal Bauherren-Aufgabe den Keller bis zum Sonnenuntergang ordentlich nass zu halten. Zum Glück zogen gegen 19.00 Uhr schwere Regenwolken auf. So konnte ich schon etwas früher Richtung Heimat aufbrechen und mich von meiner Frau für meinen amtlichen Sonnenbrand bemitleiden lassen.

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