Überfälliges Update

10 Tage ist der letzte Post her – 10 sehr intensive, stressige und auch erfreuliche Tage. Das allerwichtigste: Mit einigen Tagen Verspätung, dafür aber gesund und munter, ist nun endlich unser Nachwuchs da. Und die Familie damit komplett.

Kurz zuvor erreichte uns auch das erste Ausbaupaket. Eigentlich auf zwei Tage terminiert bat eine der Speditionen darum einen Tag früher kommen zu dürfen. „Super“, dachte ich mir. „Dann kommt alles an einem Tag und dann ist der Spuk vorbei“. Zum Schleppen konnte mir lediglich eine Person helfen (doch nicht so leicht fleißige Helfer mitten in der Arbeitswoche zu gewinnen). Was soll ich sagen:

  1. Es ist überhaupt keine so tolle Idee sich alles an einem Tag kommen zu lassen, denn die Speditionen stehen sich gegenseitig im Weg und man muss schon eine Menge Platz um das Haus herum bereit stellen, damit man noch sinnvoll an alle Materialien heran kommt. Bei mir herrschte auf jeden Fall schnell ein einziges Chaos und Durcheinander.
  2. Mit zwei Mann/Frau ist es kaum zu schaffen. In unserem Fall hat es natürlich genau in dem Moment zu Regnen begonnen als der Dämmstoff-LKW kam. Das Zeug darf ja nicht nass werden. Also rennt man mit den Dämmrollen im wahrsten Sinne des Wortes vom LKW ins Haus. Und es sind viele Rollen. Und so leicht sind sie auf Dauer auch nicht. In Summe waren es exakt 2,65 Tonnen. Danach noch 280 Platten Fermacell und 220 große Platten Rigips und noch einmal etwa 2 Tonnen Holz und weiteren Kleinkram ins Haus tragen war dann doch zu viel. Der Rigips blieb draußen stehen und wurde ordentlich abgedeckt. Vorteil: So kann man sich auch wesentlich besser im Haus bewegen. Der Rest hat größtenteils seinen Platz im Haus gefunden.

In der Hektik habe ich es leider nicht geschafft ein Bild vom gesamten Ausmaß zu knippsen. Aber wenn man dedenkt, dass gut 30% der Lieferung zu dem Zeitpunkt noch vor dem Haus standen, kann man sich vielleicht doch in Etwa vorstellen wie viel Material es an den Tagen zu schleppen gilt.

Am Montag ging es dann richtig los: Mein Vater und mein Bruder haben sich eine Woche Zeit genommen um mir auf der Baustelle zu helfen. Ohne uns zu sehr auf die Schultern zu klopfen: Das war der Hammer!

Alle Dachschrägen, Kniestockwände und sonstigen Wände wurden in etwas mehr 2 Tagen fertig gedämmt.  Der Bauleiter war zufällig vor Ort und hat die Dämmmaßnahmen aufgrund der ‚außerordentlich sauberen Arbeit‘ kurzerhand für das gesamte Haus abgenommen, obwohl gerade einmal die Hälfte erledigt war.. Perfekt. Mit der Abnahme in der Tasche konnten wir bereits die ersten Dampfbremsfolien einziehen sowie vereinzelt Wände mit Fermacell verkleiden. Priorität hatte allerdings das Treppenhaus. Das ‚dürfen‘ wir bereits ohne Abnahme des Bauleiters und des Energieberaters fertigstellen, sodass die Treppen jederzeit montiert werden könnten.

Um das Treppenhaus zu dämmen und zu beplanken haben wir uns eine Art Arbeitsplattform gebaut. Zum Glück hat die Fa. Hepp noch ein Wenig Material zurückgelassen – die Alu-Gerüstböden haben wunderbar auf meine Holzbalkenkonstruktion gepasst 😉

Nun ist das Treppenhaus (der obere Teil zumindest) schon bereit für das Finish. Dämmung, Fermacell, Dampfbremsfolie, Gipskarton, 3 bzw. 4x gespachtelt, geschliffen und grundiert. Morgen sprühe ich den Feinputz und montiere die LED-Spots. Dann kann die Arbeitsplattform abgebaut werden. Und ich muss nie wieder dort hoch steigen. Naja, vielleicht in ein Paar Jahren zum Streichen.

Morgen folgt dann der EG-Teil des Treppenhauses in gleicher Manier. Und ich denke die Außendämmung im EG wird auch fertig..

 

 

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LAN Verkabelung und Haus verputzt

Also die Firma Hepp gibt wirklich Vollgas. Letzten Freitag waren zwei Mann da um die Spachtelarbeiten an der Fassade zu erledigen, am heutigen Montag ist das komplette Haus fertig verputzt. Morgen wird bereits das Gerüst auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Vielleicht hat der Chef auch ein schlechtes Gewissen gehabt wegen unserer nichterfolgen Absprache (Positionierung des Gerüsts für den Versorgungsgraben). Somit kann ich den Versorgern jetzt wieder grünes Licht geben. Hoffentlich sind sie immer noch so spontan verfügbar..

Während draußen das Haus seine Fassade bekam, habe ich noch ein Paar Zimmer mit Netzwerk versorgt – bis das Material aus war. So ein Mist. 200m Netzwerkkabel sind doch schneller verarbeitet als gedacht. Werde ich wohl noch eine weitere 100m Rolle ordern müssen. Immerhin ist das OG jetzt komplett fertig verkabelt. Was ein Glück. Dank der noch fehlenden Dämmung ist das Arbeiten unter dem Dach wirklich kein Spaß bei den aktuellen Temperaturen..

Damit es mir nicht langweilig wurde – und der Tatsache geschuldet, dass das Gerüst morgen abgebaut wird – habe ich die Gelegenheit genutzt und die Satellitenschüssel montiert und angeschlossen. Dem Handy-App-Kompass traue ich nicht über den Weg – daher werde ich zum Ausrichten sicher noch einmal aufs Dach müssen. Aber immerhin hängt das Ding jetzt an Ort und Stelle. Und die Kabel enden auch bereits dort, wo später der Multischalter platziert wird.

 

Eine echte Überraschung gab es auch noch: Morgen wird die Eingangstür zur Einliegerwohnung geliefert unf eingebaut. Ich bin davon ausgegangen, dass die Tür (haben wir der Optik wegen direkt in zweifacher Ausfertigung bei der Bemusterung geordert) im Rahmen der Ausbaupakete angeliefert wird und ich dann selbst für den Einbau sorgen muss. Super. Eine Sorge weniger.

Elektroinstallation

Freitag Morgen stand wie vereinbart die Elektro-Firma vor der Tür. Mit vier Mann. Für die Rohinstallation waren insgesamt zwei Tage veranschlagt – da die Firma aber eine weite Anfahrt hat, ist es wohl wirtschaftlicher mit doppelter Besetzung die Kabel an einem Tag zu ziehen.

Während die ausnahmslos italienischen Elektriker wild gestikulierend unser Haus verkabelten, habe ich den Hänger ans Auto gehängt und bin zum Sägewerk gefahren. 16m massive Fichtenbohlen, verschiedene Schrauben und eine handvoll Winkel. In Kombination mit Kreissäge, Akkuschrauber und Wasserwaage ergibt das: Eine stabile Bautreppe.

Elektro_01_7

Die Elektriker waren dann tatsächlich gegen 15.00 Uhr fertig. Mir nur recht, dann gehört der Bau wieder nur mir allein. Dann kann ich die Installtion vornehmen, die ich bei der Elektrofirma herausgenommen habe. Die Firma hat mir ein Zusatzangebot gemacht für die Verkabelung der Rollladen (nur Zuleitung) und die SAT-Installtion welche über den allkauf-Standard hinaus geht. Kostenpunkt: 1070,00 EUR für 14 Versorungsleitungen zu den Rollläden und 945,00 für die SAT-Installtion (inkl. Spiegel, Sparrenhalter und Ausrichten). Plus Steuer, natürlich. Danke, aber nein Danke.

Die Rollläden habe ich an einem 3/4 Tag selbst verkabelt und die SAT-Anlage hat mich noch mal einen halben Tag gekostet. Den Sparrenhalter habe ich ja bereits bei der Hausmontage für lau installiert bekommen. Lediglich den Spiegel muss ich noch anbringen und ausrichten.

Heute habe ich nach dem Ziehen der letzten Coax-Kabel mit der CAT7 LAN Verkableung begonnen. Das Duplex-Verlegekabel ist zwar etwas störrig, aber die beiden Räume mit der längsten Zuleitung sind bereits fertig. Ich denke mit 1-2 weiteren Tagen ist das Thema auch vom Tisch.

Zwischenstand Elektroinstallation in Bildern:

Hausmontage

Was für eine coole Erfahrung! Wer massiv baut, der sieht sein Haus langsam wachsen. Wer ein Fertighaus baut, kann erleben wie der Traum vom Eigenheim innerhalb von 10h greifbare Realität wird. Einfach überwältigend! Es passiert so viel und in einer solchen Geschwindigkeit, dass man wirklich Mühe hat das ganze zu verarbeiten.

Der Kran stand schon bevor wir gegen 07.00 Uhr eintrafen an Ort und stelle, der erste Tieflader war ebenfalls schon geparkt. Auf der Kellerdecke turnten fünf eifrige DFH Monteure umher und markierten mittels Laser die exakte Lage der späteren Wandelemente. Und dann schwebten auch schon die ersten Teile über unsere Köpfe. Gegen 11.00 Uhr standen bereits alle EG-Teile an ihrem Platz. Unglaublich wie passgenau die einzelnen Teile ineinander greifen.

Es folgte die EG-Decke, auf der direkt sämtliche Dachziegel verteilt wurden, ehe die OG-Wände montiert wurden. Der vorgezogene Flachgiebel war augescheinlich etwas komplizierter – aber auch das Dachgeschoss war gegen 16.00 Uhr an seinem Platz und die Elemente mit bis zu 30cm langen Schrauben miteinander verbunden.

Der große allkauf-Interessenten-Ansturm blieb (vielleicht zum Glück) aus – sicher hätten wir sonst auch den gesamten Nachmittag damit verbracht wissbegierigen Interessenten unzählige Fragen zu beantworten. So war es für uns und die wenigen Anwesenden sehr entspannt. Man hatte tatsächlich Zeit sich einmal zu unterhalten und hatte dennoch den Aufbau und den Fortschritt im Blick.

Wir hatten in der Zwischenzeit auch alle Hände voll zu tun – schließlich haben wir die gesamte Nachbarschaft zum Richtfest eingeladen – auf Anraten des Allkauf-Verkäufers (besser gesagt seiner Vertretung) für 17.00 Uhr. Das war doch etwas zu optimistisch. Der letzte Nagel wurde etwa gegen 18.30 in den Dachstuhl geschlagen. Darauf gab es dann erstmal ein paar kühle Bier und Gegrilltes für den Montagetrupp.

Der zweite Montagetag galt den weniger spektakulären Arbeiten:

  • Das Dämmen der Verbindungsstelle EG/DG
  • Anbringen der Unterspannbahn
  • Lattung für die Dachziegel
  • Einbau der Dachflächenfenster
  • Anbringen der Dachrinnen

An Tag 3 wurde das Dach fertig eingedeckt. Bis auf den Flachgiebel – desen Flachdach wird separat von einer Spezialfirma abgedichtet. Der Giebel wurde vom Montagetrupp provisorisch, jedoch erstaunlich gut mit Folie abgedeckt, wie sich bei einem morgendlichen Wolkenbruch zeigte. Hier kann es durchaus noch zu kleineren Wassereinbrüchen kommen. Aber alles halb so wild. An dieser Stelle ein Tipp: Wer via Satellit fernsehen möchte, ist gut beraten den Sparrenhalter/Mast bereits gekauft zu haben – den haben mir die Männers nämlich kurzerhand inklusive des Sat-Ziegels montiert. So muss ich dafür schon mal nicht aufs Dach und mein Leben riskieren 🙂

Alle Fenster wurden noch justiert, es wurde aufgeräumt und besenrein sauber gemacht. Sämtlicher Müll bleibt sortiert auf der Baustelle und muss von mir entsorgt werden. Ich hoffe ich denke daran mal ein Bild von den Müllbergen zu machen. Ich jedenfalls hatte keine Idee davon, was da auf mich zukommt.

Wegen Stau etwas verspätet traf dann auch der Bauleiter ein für die Rohbauabnahme. Oder, weil es sich viel imposanter anhört: Hausübergabe. Wir konnten nur drei kleinere optische Mängel feststellen. Diese wurden protokolliert und werden behoben. Dann war noch jede Menge Platz für meine Fragen bezüglich Dämmung, Dampfbremse bzw. den Ausbau im Allgemeinen.

Viele hilfreiche Tipps gab es noch on top. Dann waren wir durch. Der letzte der insgesamt drei Schlüssel wurde mir übergeben – nun sind wir ganz offiziell Hausbesitzer. Das nächste mal sehen wir den Bauleiter zur Sichtkontrolle der Dämmung wieder. Ich freue mich drauf – netter Typ.

In einigen Blogs liest man doch des Öfteren viele böse Worte über den zugeteilten Bauleiter. Wir zumindest können bisher nur sagen: Alles top. Immer erreichbar (bzw. ruft schnellstmöglich zurück) und fachlich weiß er wovon er spricht. Probleme gab es nun noch keine, die wir beide hätten aus der Welt schaffen müssen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass auch solche Themen ohne viel Reibungsverluste über die Bühne gehen.

Übermorgen steht schon der Elektriker auf der Matte – mal sehen, ober er unsere Vorab-Pläne verstanden hat.

Der Countdown läuft

Noch 2x schlafen 🙂

Da es gestern ordentlich gewittert hat, bin ich heute noch mal zur Baustelle gefahren, um das Wasser aus dem Keller zu befördern (siehe Lessons Learned). So viel Wasser hatten wir noch nie im Keller. Und wenn das Wetter bis übermorgen einigermaßen stabil bleibt, dann was es auch das letzte Mal. Mittlerweile ist es richtig wohnlich im Keller – die ersten Möbel sind bereits eingezogen:

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Gestern wurden bereits unsere Dachziegel angeliefert. Finkenberger Pfanne in bordeaux. Und anders als besprochen und zugesagt wurde natürlich doch schon damit begonnen das Geürst zu stellen. Wozu rede ich eigentlich mit den Menschen? Es wird doch sowieso gemacht was sie wollen und vor allem wann sie es wollen. Denn jetzt steht das Gerüst natürlich nicht so, dass man bedenkenlos den Versorgungsgraben ziehen kann. Den Gerüstbauchef knüpfe ich mir am Montag vor. Und die Kolonne kann sich etwas überlegen, wie sie das wieder gerade ziehen. Denn eins ist klar – dem Versorger werde ich für übernächste Woche nicht absagen.

 

Am Dienstag oder Mittwoch wird planmäßig das Dach eingedeckt. Vielleicht kann ich den Dachdecker überreden direkt die Satellitenschüssel zu montieren. Dazu habe ich das ganze schon mal zusammen gebaut.

countdown1Zu guter letzt noch etwas Prozessbefriedigung: Die Straßensperrung. Damit diese lächerliche Maßnahme die einzigen Nachbarn nicht beeinträchtigt, habe ich die Absperrung eher zurückhaltend platziert.

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