Hausmontage

Was für eine coole Erfahrung! Wer massiv baut, der sieht sein Haus langsam wachsen. Wer ein Fertighaus baut, kann erleben wie der Traum vom Eigenheim innerhalb von 10h greifbare Realität wird. Einfach überwältigend! Es passiert so viel und in einer solchen Geschwindigkeit, dass man wirklich Mühe hat das ganze zu verarbeiten.

Der Kran stand schon bevor wir gegen 07.00 Uhr eintrafen an Ort und stelle, der erste Tieflader war ebenfalls schon geparkt. Auf der Kellerdecke turnten fünf eifrige DFH Monteure umher und markierten mittels Laser die exakte Lage der späteren Wandelemente. Und dann schwebten auch schon die ersten Teile über unsere Köpfe. Gegen 11.00 Uhr standen bereits alle EG-Teile an ihrem Platz. Unglaublich wie passgenau die einzelnen Teile ineinander greifen.

Es folgte die EG-Decke, auf der direkt sämtliche Dachziegel verteilt wurden, ehe die OG-Wände montiert wurden. Der vorgezogene Flachgiebel war augescheinlich etwas komplizierter – aber auch das Dachgeschoss war gegen 16.00 Uhr an seinem Platz und die Elemente mit bis zu 30cm langen Schrauben miteinander verbunden.

Der große allkauf-Interessenten-Ansturm blieb (vielleicht zum Glück) aus – sicher hätten wir sonst auch den gesamten Nachmittag damit verbracht wissbegierigen Interessenten unzählige Fragen zu beantworten. So war es für uns und die wenigen Anwesenden sehr entspannt. Man hatte tatsächlich Zeit sich einmal zu unterhalten und hatte dennoch den Aufbau und den Fortschritt im Blick.

Wir hatten in der Zwischenzeit auch alle Hände voll zu tun – schließlich haben wir die gesamte Nachbarschaft zum Richtfest eingeladen – auf Anraten des Allkauf-Verkäufers (besser gesagt seiner Vertretung) für 17.00 Uhr. Das war doch etwas zu optimistisch. Der letzte Nagel wurde etwa gegen 18.30 in den Dachstuhl geschlagen. Darauf gab es dann erstmal ein paar kühle Bier und Gegrilltes für den Montagetrupp.

Der zweite Montagetag galt den weniger spektakulären Arbeiten:

  • Das Dämmen der Verbindungsstelle EG/DG
  • Anbringen der Unterspannbahn
  • Lattung für die Dachziegel
  • Einbau der Dachflächenfenster
  • Anbringen der Dachrinnen

An Tag 3 wurde das Dach fertig eingedeckt. Bis auf den Flachgiebel – desen Flachdach wird separat von einer Spezialfirma abgedichtet. Der Giebel wurde vom Montagetrupp provisorisch, jedoch erstaunlich gut mit Folie abgedeckt, wie sich bei einem morgendlichen Wolkenbruch zeigte. Hier kann es durchaus noch zu kleineren Wassereinbrüchen kommen. Aber alles halb so wild. An dieser Stelle ein Tipp: Wer via Satellit fernsehen möchte, ist gut beraten den Sparrenhalter/Mast bereits gekauft zu haben – den haben mir die Männers nämlich kurzerhand inklusive des Sat-Ziegels montiert. So muss ich dafür schon mal nicht aufs Dach und mein Leben riskieren 🙂

Alle Fenster wurden noch justiert, es wurde aufgeräumt und besenrein sauber gemacht. Sämtlicher Müll bleibt sortiert auf der Baustelle und muss von mir entsorgt werden. Ich hoffe ich denke daran mal ein Bild von den Müllbergen zu machen. Ich jedenfalls hatte keine Idee davon, was da auf mich zukommt.

Wegen Stau etwas verspätet traf dann auch der Bauleiter ein für die Rohbauabnahme. Oder, weil es sich viel imposanter anhört: Hausübergabe. Wir konnten nur drei kleinere optische Mängel feststellen. Diese wurden protokolliert und werden behoben. Dann war noch jede Menge Platz für meine Fragen bezüglich Dämmung, Dampfbremse bzw. den Ausbau im Allgemeinen.

Viele hilfreiche Tipps gab es noch on top. Dann waren wir durch. Der letzte der insgesamt drei Schlüssel wurde mir übergeben – nun sind wir ganz offiziell Hausbesitzer. Das nächste mal sehen wir den Bauleiter zur Sichtkontrolle der Dämmung wieder. Ich freue mich drauf – netter Typ.

In einigen Blogs liest man doch des Öfteren viele böse Worte über den zugeteilten Bauleiter. Wir zumindest können bisher nur sagen: Alles top. Immer erreichbar (bzw. ruft schnellstmöglich zurück) und fachlich weiß er wovon er spricht. Probleme gab es nun noch keine, die wir beide hätten aus der Welt schaffen müssen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass auch solche Themen ohne viel Reibungsverluste über die Bühne gehen.

Übermorgen steht schon der Elektriker auf der Matte – mal sehen, ober er unsere Vorab-Pläne verstanden hat.

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2 Gedanken zu “Hausmontage

  1. Jessi September 1, 2017 / 7:43 pm

    Hallo!
    Das Richtfest haben Sie nach dem 1. Aufstell-Tag gemacht? Wir sind nämlich am überlegen, an bzw. nach welchem der Tage wir das Richtfest planen.

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    • blogbautagebuch September 1, 2017 / 8:20 pm

      Richtig. In der Regel steht nach Tag 1 zumindest der Dachstuhl. Also spricht nichts gegen das Richtfest am ersten Montagetag.
      Es am zweiten oder dritten Tag zu machen bedeutet allerdings weniger Stress für den Bauherren 🙂

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