Ausbau: Woche 5

In der fünften Ausbauwoche galt es vor allem die Dampfbremse fertig zu stellen, sodass diese vom allkauf Bauleiter kontrolliert werden konnte. Donnerstag war es dann soweit: Der Bauleiter war vor Ort und hatte keinerlei Beanstandungen. Jedoch hatte er noch einige Anmerkungen, was die Dampfbremsen-Abnahme seitens ean50 betrifft. ean50 würde es gern sehen, wenn jegliche Tackerklammern mit einem Klebebandstreifen abgedichtet werden. Mal sehen, ob ich mir das antue. Von vielen Seiten habe ich mir sagen lassen, dass das Dichten der Tackernadeln eine kaum messbare Verbesserung bringt und daher nicht mehr Stand der Technik ist. Ich denke ich lasse es drauf ankommen und höre mir an, was der ean50-Mensch dazu sagt..

Somit werde ich meinen Bauleiter planmäßig nicht mehr wieder sehen. Mit der Abnahme der luftdichten Ebene endet die allkauf-Begleitung offiziell. Schade, ich hab den Mann richtig lieb gewonnen. Aber er wird noch das eine oder andere Mal vorbei schauen. Zumal er mir mit dem übrig gebliebenen Material behilflich sein wird 😉

„Jetzt kannste machen was de willst“, waren seine Worte. Der Bauleiter war noch nicht ganz aus der Tür, da wurde auch schon mit dem Verkleiden der EG Decke begonnen. Ich hatte von Donnerstag bis einschließlich Samstag gleich zwei bzw. drei motivierte Helfer – da ging einiges voran. Donnerstag haben wir in knapp 3h die Lattung an der Decke befestigt. Die Deckenbalken waren so gerade, dass ein Ausrichten nicht einmal notwendig war – das freut. Freitag und Samstag haben dann das Wohn/Esszimmer sowie die Küche ihre Decken bekommen, im Flur hängen auch bereits die ersten Platten. Ehrlich gesagt war das Arbeiten mit den großen Rigips-Platten doch erheblich mühsamer als gedacht. Mit 2,67×1,25m haben die Platten doch mehr Gewicht, als es einem bei Über-Kopf-Arbeiten lieb ist. Für die weiteren Arbeiten habe ich einen Plattenheber bestellt. Aber jetzt ist die Hälfte der EG-Decke fertig. Sieht direkt viel wohnlicher aus:

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Ausbau: Woche 4

Folie, Folie, Folie.

Das EG ist vollständig eingetütet, im OG fehlen noch drei Außenwände. Das Verkleiden mit Folie kann man, abgesehen von den Decken, durchaus allein bewältigen. Das Anbringen selbst geht recht zügig von der Hand, das Abkleben mit dem Dichtband hält dagegen etwas auf. Folienstöße, Kabeldurchdringungen, Fensterlaibungen und Wandanschlüsse. Da geht doch einiges an Material drauf. Wenn ich die leeren Rollen richtig gezählt habe, wurden bereits 250m verklebt. Und es werden sicher noch einige Meter dazu kommen..

Drei Tage bleiben noch, bis der Bauleiter die Folie abnimmt. Abzüglich einem Tag, an dem das Ausbaupaket 2 geliefert wird. Also bleiben effektiv noch zwei Tage, um das Gewerk Dampfbremse fertig zu stellen. Sollte machbar sein. Bzw. MUSS.

Orkan

Alter Schwede – so ein Unwetter erlebt man nicht alle Tage. Bzw.: Hoffentlich erleben wir das nie wieder. Für Freitag Nachmittag war ein Gewitter angekündigt. Aktuell nichts ungewöhnliches. Als dann meine Handy App sich immer wieder meldete um die Unwetter-Warnstufe nach oben zu korrigieren, bemerkte ich, dass es bereits ungewöhnlich dunkel am Himmel war. Der Blick aus dem Fenster sah dann tatsächlich genau so aus (Bildquelle):3010406_1_20952114_1664020690316075_595916783_o

Mit dem Unterschied, dass die schwarze Wand genau auf unser Haus zurollte.. Von jetzt auf gleich brach die Hölle los. Ich hatte echte Mühe das letzte geöffnete Fenster zu schließen. Mit vollem Gewicht musste ich mich dagegen stemmen.

Der Regen bzw. Hagel fiel waagerecht. Unser Dixi hat das Fliegen gelernt. Paletten flogen haarscharf an meinem Auto vorbei. Katastrophe. So stellt man sich den Weltuntergang vor. Etwa 5 Minuten hielt der Orkan an, danach regnete es ’nur noch‘ stark weiter.

Der erste Blick nach draußen: Der Wind hat den mühsam gesähten Senf zu Boden gedrückt und das viele Wasser bahnte sich den Weg durch unser Baugebiet. Schäden an unserem Haus konnte ich zunächst nicht feststellen. Also bin ich erst einmal zu den Nachbarn geeilt, um bei der Wasser-Abwehr zu helfen. Hier drohten Keller und Garagen vollzulaufen.

Als das Schlimmste abgewendet war, habe ich doch noch einen genaueren Blick auf unser Haus geworfen. Ganz ohne Schaden haben wir es nicht überstanden. Einige Ziegel sind gebrochen und nun haben wir ein kleines Loch im Dach.

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Das ist wohl der Preis, den man für unsere phänomenale Aussicht zahlt. Es steht 20km kein Bauwerk im Weg – man selbst steht dafür aber in der ersten Reihe, wenn es kracht..

Auf dem Weg von der Baustelle nach Hause bot sich ein Bild der Verwüstung. Und die Stärke des Orkans beschreibt sicher das folgende Bild am Besten:

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Ausbau Woche 3+4

Oh Mann, man kommt ja zu gar nichts. Erst recht nicht zum Schreiben eines Tagebucheintrags. Morgens früh aufstehen, den väterlichen Pflichten nachkommen, 70km Richtung Baustelle auf den schlimmsten Autobahnen Deutschlands (Stichwort: Dreieck Leonberg), 8-10 Stunden Vollgas auf der Baustelle, 70km nach Hause, den väterlichen Pflichten nachkommen, Essen, Duschen, Bett. So wird es noch viele Wochen weitergehen. Aber ich will ja nicht jammern – denn der Stress lohnt sich: Im Haus sind wir schon erstaunlich weit gekommen.

Aber immer schön der Reihe nach.

Ende der vorletzen Woche hat Omexom (der Subunternehmer von Netze BW) den Leitungsgraben gezogen. Recht unkompliziert. Lediglich das Zwischenlagern des Aushubs war aufgrund der Platzverhätlnisse (in der Einfahrt stehen noch 3 Paletten Rigips im Weg) etwas schwierig.

Samstags wurde dann die Nähwärmeleitung verlegt und angeschlossen, montags kam der Wasserversorger. Donnerstag stand der Techniker für Strom und Telekom auf der Matte, freitags waren dann alle Anschlüsse im Haus und der Graben konnte wieder verfüllt werden. 1 Woche hat das Thema Hausanschlüsse somit verschlungen. Nicht übel, liest man doch oft von diversen anderen Bauherren, dass durchaus auch 1-2 Monate ins Land gehen können, bis alle Leitungen im Haus liegen. Man muss allerdings dazu sagen: Ohne konsequentes Auf-die-Nerven-gehen ist es in diesem Zeitrahmen nicht möglich 🙂

Parallel dazu haben wir zu zweit innerhalb von zwei Tagen sämtliche Außenwände im EG mit Fermacell beplankt.

Ein weiterer wichtiger Milestone: Das Treppenhaus nahtlos bis zum Keller herunter verkleiden und spachteln, um für die Treppenmontage gerüstet zu sein.

In diesem Zuge habe ich auch damit begonnen den für die Montage freigelassenen Sockel außen mit XPS zu dämmen. Zumindest den Bereich bis zum Treppenhaus. Denn dort muss ja neben der Rigipsbeplankung auch der Quellmörtel unter die Wände gebracht werden bevor die Treppe kommt. Und wenn man die Fuge von außen bereits verschlossen hat, kann dort auch nichts mehr herauslaufen. So kann man den Mörtel wirklich bedenkelos mit einer Fugenkelle unter die Wände drücken.. In der Ausbauanleitung steht zwar, dass der Quellmörtel mehr oder weniger das erste ToDo sein sollte, der Bauleiter meinte aber, dass ich mir ruhig erst einmal Platz im Haus verschaffen sollte bevor ich das Untermörteln angehe. Leider reichen meine XPS Vorräte nicht um den Sockel fertig zu verkleiden – daher muss der Quellmörtel noch mindestens so lange warten, bis das XPS geliefert wurde.

Zu guter letzt habe ich, nachdem die 160er Dämmung aufgebraucht war, die restliche Erdgeschossdecke mit der elenden 240er Dämmung vollgestopft. Elend deshalb, weil die 240er sich wesentlich schlechter verarbeiten lässt und um Welten schlimmer juckt (verschiedene Hersteller). Zusätzlich wurden noch alle Stahlträger wie aus Brandschutzgründen gefordert voll ausgedämmt und anschließend mit Fermacell verkleidet.

Und dann war es heute endlich so weit: Die Treppen wurden montiert. Man sprach zwar kaum Deutsch, hat aber sehr gewissenhaft und sauber gearbeitet. Mit dem Ergebnis sind wir wirklich mehr als zufrieden.

Den Rest der Woche werden wir uns dem Thema Dampfbremse widmen. Um den Druck konstant zu halten, habe ich mit dem Bauleiter die Abnahme der Dampfbremse direkt in der nächsten Woche vereinbart – es soll ja nicht langweilig werden auf der Baustelle.

Ausbau: Woche 2

Für die zweite Woche gibt es viele parallele Baustellen:

  • Dämmung der Außenwände mit 160mm Dämmung fertigstellen
  • Wärmebrückendämmung mit 280mm, Decke über EG, Randbereiche zu den Außenwänden
  • Schallschutzdämmung Decke EG
  • Dämmung der Stahlträger (Brandschutz)
  • Verkleiden Treppenhaus EG mit Rigips / Spachteln

Die Dämmung der Außenwände ist abgeschlossen. Von der 160mm-Steinwolle sind 11 Rollen übrig geblieben. Diese verwende ich nun als verbesserte Schallschutzdämmung in der EG-Decke. Angedacht sind hier nur 40mm. Für die gesamte Decke werden die 11 Rollen nicht ausreichen. Aber immerhin für die Bereiche unter den Kinderzimmern und der Galerie, in der die Kinder spielen und lärmen werden.

Am zeitaufwändigsten ist die Dämmung der Wärmebrückenbereiche und der Stahlträger. Hier arbeitet man optimalerweise mit drei verschiedenen Dämmstärken. Das hält schon ein Wenig auf.

An einem Tag schafft man (allein) jedoch ohne Probleme die Hälfte der Warmebrücken und zusätzlich noch etwa ein Drittel der Deckenfläche zu dämmen.

Morgen und übermorgen sind wir zu zweit auf der Baustelle und können mindestens das Treppenhaus auf EG-Niveau fertig verkleiden. Spachteln werde ich dann wieder allein. Je nachdem wie wir voran kommen, werden dann noch möglichst viele Arbeiten erledigen, die allein eher unbequem sind. Innenwände verkleiden beispielsweise.. Zur Woche 2 wird es sicher noch einen zweiten Teil geben.

Zum Abschluss noch ein kurzer Nachtrag zum DG-Treppenhaus in Bildern: