Blower Door Test

Über 14 Monate nach der Hausmontage bzw. neun Monate nach Einzug haben wir nun endlich den Blower Door Test durchführen lassen.

Warum so spät? Im Zuge des Tests wird auch die zweite Baubegehung durchgeführt. Diese dient der Überprüfung der Haustechnik. Solaranlage, Heizung, Lüftung. Und da der Keller eine Einliegerwohnung beherbergt, findet man hier die gleiche Technik wie im restlichen Haus. Hinzu kommt, dass explizit darauf hingewiesen wird, dass der Estrich überall eingebracht und das Estrichheizprogramm beendet sein muss. Da der Estrich im Keller erst Anfang Juli einbaut wurde, haben wir den Test erst so spät beauftragen können. Die KfW hatte sich bis dato noch nicht gemeldet, dass sie den Abschlussbericht bräuchten – also bestand auch kein Grund zur Eile.

Die Technik-Begehung ergab keinerlei Auffälligkeiten. Lediglich muss geprüft werden, ob wir im Washkeller noch ein Abluftventil nachrüsten müssen. Das wäre aber auch kein größeres Problem.

Dann ging es zum eigentlichen Test. Ein wenig mulmig ist es einem dabei irgedwie schon. Wenn hier größere Undichtigkeiten gefunden werden, kann das einen unglaublich großen Aufwand bedeuten (in der Bauphase wäre das kein Problem – aber jetzt..). Auf der anderen Seite muss man sich einmal vor Augen führen, was denn eigentlich geprüft wird und wie die Bewertungskriterien sind:

Das Haus wird zunächst mit Unterdruck, dann mit Überdruck beaufschlagt. Gemessen wird vereinfacht gesagt, wieviel Volumen an Luft während der Messung zusätzlich eingeblasen bzw. abgesaugt werden muss, um den jeweiligen Druck zu halten. Die Bewertungsgröße ist dann die Wechselsrate im Verhältnis auf das Volumen des Hauses. Und der Grenzwert liegt in unserem Fall bei 1,5/h. Sprich: In einer Stunde darf das 1,5fach des gesamten im Haus befindlichen Luftvolumens ausgetauscht werden. Von Dichtigkeit kann man also gar nicht sprechen. Der Prüfer meinte: So viel luft entweicht etwa durch ein Loch in der größe eines DIN-A4 Blattes.

Mit diesen Zahlen im Hinterkopf habe ich den Prüfer auch nicht darauf aufmerksam geamcht, dass seine an der Haustür befestigte Folie einige Undichtigkeiten aufweist.

Der Test wurde mit knapp 0,8/h sicher bestanden . Wenns knapp geworden wäre, dann hätte ich den Prüfer seine mitgebrachte Ausrüstung erst einmal anständig abdichten lassen 🙂

Jetzt kann die ean50 die ‚Bestätigung nach Durchführung‘ für die KfW fertig machen – dann gibt es 10.000 EUR in Form des Tilgungszuschusses ‚geschenkt‘. UND für die Haushaltskasse gibt es anschließend noch 50% der Energieberater-Kosten erstattet.

Wer vor hat ebenfalls einen KfW Förderkredit für energieeffizientes Bauen/Sanieren in Anspruch zu nehmen: Um sich einen Teil der Kosten für den notwendigen Energieberater erstatten zu lassen, muss VORHER ein entsprechender Antrag bei der KfW gestellt werden. Siehe:

Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung

 

 

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Außenanlagen: Doch mehr gemacht als geplant

Eigentlich standen alle Arbeiten im Außenbereich ganz weit hinten auf der Agenda, da es im Haus aber vor allem im Keller und der Einliegerwohnung noch eine Menge zu tun gab.

Allerdings trägt man bei schlechter Witterung derart viel Dreck ins Haus, dass man (auch den wunderschönen aber unglaublich unpraktischen schwarzen Fliesen geschuldet) täglich putzen muss. Daher haben wir uns dazu entschlossen zumindest den Eingangsbereich fertig zu stellen mit einer anständigen Treppe und mit Pflastersteinen. Eigentlich…

60cm Höhenunterschied zwischen der Türschwelle und dem Boden haben wir viele Wochen mit einer aus Einwegpaletten zusammen genagelten Konstruktion überwinden müssen.

Optisch haben uns Vollbeton-Blockstufen sehr gut gefallen. Die von uns gewählten sind in den Breiten 50, 75 und 100cm erhältlich.

Kurz einen Plan gemacht, wie man mit den zur Verfügung stehenden Maßen am geschicktesten zurecht kommt und dann kann es auch schon los gehen.

Sobald die Treppe an ihrem Platz ist, gibt es keine Chance mehr mit schwerem Gerät den hinteren Teil des Gartens zu erreichen. Daher standen an erster Stelle sämtliche Erdarbeiten für den späteren Pflasterweg rund um das Haus. Kurzerhand einen Bagger gemietet und rundherum 40cm tief ausgekoffert. Anschließend einen ganzen Laster KFT bestellt und mit dem Bagger verteilt. Drei mal etwa 10-15cm starke Schichten, die dann mittels 200kg Rüttelplatte verdichtet wurden. Das war mega geil. Hat einen Riesenspaß gemacht. Nach der ersten Stunde im Bagger geht es auch schon recht zügig voran. Allerdings bin ich am zweiten Tag doch etwas übermutig geworden – und muss jetzt ein Paar kleinere Reparaturen an unserer Fassade durchführen 🙂

Nachdem alle relevanten Bereiche geschottert und verdichtet waren, ging es an die Treppe. Von den angesprochenen 60cm bleiben nach Abzug des Pflasters und des zugehörigen Unterbaus noch etwa 45cm übrig. Perfektes Maß – entspricht drei Stufen.

Aber vorher noch die Gelegenheit nutzen schweres Gerät zur Hand zu haben: Um den Sommer nicht im Unkraut sitzend zu verbringen, haben wir aus Schotter und Kunstrasen kurzerhand die Terrasse für 2018 geschaffen. Fertig wird der Terrassenbereich erst im kommenden Jahr..

Zurück zum eigentlichen Projekt: Am einfachsten erschien es mir den Unterbau für die Blockstufen zu betonieren. Kinderleicht, unschlagbar künstig. Und die herumliegenden Stahlmatten vom Kellerbau konnten so auch noch einem sinnvolleren Zweck als der Entsorgung zugeführt werden.

Die seitliche Einfassung wurde mit L-Steinen realisiert.

Nach ein paar Tagen Durchhärtezeit konnte dann die Schalung gebaut und die Treppe betoniert werden.

Im nächsten Bauabschnitt folgten dann viiieeele Meter Randsteine. Wenn man mal dran ist, dann bringt man es auch so weit wie möglich zu Ende. Einige Bereiche werden wegen der Garage noch einmal aufgegraben – aber ansonsten sind alle Randsteine für die Wegeinfassungen bzw. den Sockelspritzschutz betoniert. Wer hier ein bisschen den Meterstab bemüht und zweimal nachdenkt, der kann sich später beim Pflastern unendlich viel Arbeit sparen.

Ein Aufmaß von 3-4cm in der Breite (zur angegeben Lagenbreite des Pflasters) hat wunderbar funktioniert – in Summe mussten nur etwa 10 Steine geschnitten werden.

Mit dem Setzen der Betonblockstufen war der Eingagsbereich dann fertig.

Mit ein bisschen Grünzeug sieht es dann auch langsam nach was aus.