Außenanlagen: Doch mehr gemacht als geplant

Eigentlich standen alle Arbeiten im Außenbereich ganz weit hinten auf der Agenda, da es im Haus aber vor allem im Keller und der Einliegerwohnung noch eine Menge zu tun gab.

Allerdings trägt man bei schlechter Witterung derart viel Dreck ins Haus, dass man (auch den wunderschönen aber unglaublich unpraktischen schwarzen Fliesen geschuldet) täglich putzen muss. Daher haben wir uns dazu entschlossen zumindest den Eingangsbereich fertig zu stellen mit einer anständigen Treppe und mit Pflastersteinen. Eigentlich…

60cm Höhenunterschied zwischen der Türschwelle und dem Boden haben wir viele Wochen mit einer aus Einwegpaletten zusammen genagelten Konstruktion überwinden müssen.

Optisch haben uns Vollbeton-Blockstufen sehr gut gefallen. Die von uns gewählten sind in den Breiten 50, 75 und 100cm erhältlich.

Kurz einen Plan gemacht, wie man mit den zur Verfügung stehenden Maßen am geschicktesten zurecht kommt und dann kann es auch schon los gehen.

Sobald die Treppe an ihrem Platz ist, gibt es keine Chance mehr mit schwerem Gerät den hinteren Teil des Gartens zu erreichen. Daher standen an erster Stelle sämtliche Erdarbeiten für den späteren Pflasterweg rund um das Haus. Kurzerhand einen Bagger gemietet und rundherum 40cm tief ausgekoffert. Anschließend einen ganzen Laster KFT bestellt und mit dem Bagger verteilt. Drei mal etwa 10-15cm starke Schichten, die dann mittels 200kg Rüttelplatte verdichtet wurden. Das war mega geil. Hat einen Riesenspaß gemacht. Nach der ersten Stunde im Bagger geht es auch schon recht zügig voran. Allerdings bin ich am zweiten Tag doch etwas übermutig geworden – und muss jetzt ein Paar kleinere Reparaturen an unserer Fassade durchführen 🙂

Nachdem alle relevanten Bereiche geschottert und verdichtet waren, ging es an die Treppe. Von den angesprochenen 60cm bleiben nach Abzug des Pflasters und des zugehörigen Unterbaus noch etwa 45cm übrig. Perfektes Maß – entspricht drei Stufen.

Aber vorher noch die Gelegenheit nutzen schweres Gerät zur Hand zu haben: Um den Sommer nicht im Unkraut sitzend zu verbringen, haben wir aus Schotter und Kunstrasen kurzerhand die Terrasse für 2018 geschaffen. Fertig wird der Terrassenbereich erst im kommenden Jahr..

Zurück zum eigentlichen Projekt: Am einfachsten erschien es mir den Unterbau für die Blockstufen zu betonieren. Kinderleicht, unschlagbar künstig. Und die herumliegenden Stahlmatten vom Kellerbau konnten so auch noch einem sinnvolleren Zweck als der Entsorgung zugeführt werden.

Die seitliche Einfassung wurde mit L-Steinen realisiert.

Nach ein paar Tagen Durchhärtezeit konnte dann die Schalung gebaut und die Treppe betoniert werden.

Im nächsten Bauabschnitt folgten dann viiieeele Meter Randsteine. Wenn man mal dran ist, dann bringt man es auch so weit wie möglich zu Ende. Einige Bereiche werden wegen der Garage noch einmal aufgegraben – aber ansonsten sind alle Randsteine für die Wegeinfassungen bzw. den Sockelspritzschutz betoniert. Wer hier ein bisschen den Meterstab bemüht und zweimal nachdenkt, der kann sich später beim Pflastern unendlich viel Arbeit sparen.

Ein Aufmaß von 3-4cm in der Breite (zur angegeben Lagenbreite des Pflasters) hat wunderbar funktioniert – in Summe mussten nur etwa 10 Steine geschnitten werden.

Mit dem Setzen der Betonblockstufen war der Eingagsbereich dann fertig.

Mit ein bisschen Grünzeug sieht es dann auch langsam nach was aus.

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