Blower Door Test

Über 14 Monate nach der Hausmontage bzw. neun Monate nach Einzug haben wir nun endlich den Blower Door Test durchführen lassen.

Warum so spät? Im Zuge des Tests wird auch die zweite Baubegehung durchgeführt. Diese dient der Überprüfung der Haustechnik. Solaranlage, Heizung, Lüftung. Und da der Keller eine Einliegerwohnung beherbergt, findet man hier die gleiche Technik wie im restlichen Haus. Hinzu kommt, dass explizit darauf hingewiesen wird, dass der Estrich überall eingebracht und das Estrichheizprogramm beendet sein muss. Da der Estrich im Keller erst Anfang Juli einbaut wurde, haben wir den Test erst so spät beauftragen können. Die KfW hatte sich bis dato noch nicht gemeldet, dass sie den Abschlussbericht bräuchten – also bestand auch kein Grund zur Eile.

Die Technik-Begehung ergab keinerlei Auffälligkeiten. Lediglich muss geprüft werden, ob wir im Washkeller noch ein Abluftventil nachrüsten müssen. Das wäre aber auch kein größeres Problem.

Dann ging es zum eigentlichen Test. Ein wenig mulmig ist es einem dabei irgedwie schon. Wenn hier größere Undichtigkeiten gefunden werden, kann das einen unglaublich großen Aufwand bedeuten (in der Bauphase wäre das kein Problem – aber jetzt..). Auf der anderen Seite muss man sich einmal vor Augen führen, was denn eigentlich geprüft wird und wie die Bewertungskriterien sind:

Das Haus wird zunächst mit Unterdruck, dann mit Überdruck beaufschlagt. Gemessen wird vereinfacht gesagt, wieviel Volumen an Luft während der Messung zusätzlich eingeblasen bzw. abgesaugt werden muss, um den jeweiligen Druck zu halten. Die Bewertungsgröße ist dann die Wechselsrate im Verhältnis auf das Volumen des Hauses. Und der Grenzwert liegt in unserem Fall bei 1,5/h. Sprich: In einer Stunde darf das 1,5fach des gesamten im Haus befindlichen Luftvolumens ausgetauscht werden. Von Dichtigkeit kann man also gar nicht sprechen. Der Prüfer meinte: So viel luft entweicht etwa durch ein Loch in der größe eines DIN-A4 Blattes.

Mit diesen Zahlen im Hinterkopf habe ich den Prüfer auch nicht darauf aufmerksam geamcht, dass seine an der Haustür befestigte Folie einige Undichtigkeiten aufweist.

Der Test wurde mit knapp 0,8/h sicher bestanden . Wenns knapp geworden wäre, dann hätte ich den Prüfer seine mitgebrachte Ausrüstung erst einmal anständig abdichten lassen 🙂

Jetzt kann die ean50 die ‚Bestätigung nach Durchführung‘ für die KfW fertig machen – dann gibt es 10.000 EUR in Form des Tilgungszuschusses ‚geschenkt‘. UND für die Haushaltskasse gibt es anschließend noch 50% der Energieberater-Kosten erstattet.

Wer vor hat ebenfalls einen KfW Förderkredit für energieeffizientes Bauen/Sanieren in Anspruch zu nehmen: Um sich einen Teil der Kosten für den notwendigen Energieberater erstatten zu lassen, muss VORHER ein entsprechender Antrag bei der KfW gestellt werden. Siehe:

Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung

 

 

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Außenanlagen: Doch mehr gemacht als geplant

Eigentlich standen alle Arbeiten im Außenbereich ganz weit hinten auf der Agenda, da es im Haus aber vor allem im Keller und der Einliegerwohnung noch eine Menge zu tun gab.

Allerdings trägt man bei schlechter Witterung derart viel Dreck ins Haus, dass man (auch den wunderschönen aber unglaublich unpraktischen schwarzen Fliesen geschuldet) täglich putzen muss. Daher haben wir uns dazu entschlossen zumindest den Eingangsbereich fertig zu stellen mit einer anständigen Treppe und mit Pflastersteinen. Eigentlich…

60cm Höhenunterschied zwischen der Türschwelle und dem Boden haben wir viele Wochen mit einer aus Einwegpaletten zusammen genagelten Konstruktion überwinden müssen.

Optisch haben uns Vollbeton-Blockstufen sehr gut gefallen. Die von uns gewählten sind in den Breiten 50, 75 und 100cm erhältlich.

Kurz einen Plan gemacht, wie man mit den zur Verfügung stehenden Maßen am geschicktesten zurecht kommt und dann kann es auch schon los gehen.

Sobald die Treppe an ihrem Platz ist, gibt es keine Chance mehr mit schwerem Gerät den hinteren Teil des Gartens zu erreichen. Daher standen an erster Stelle sämtliche Erdarbeiten für den späteren Pflasterweg rund um das Haus. Kurzerhand einen Bagger gemietet und rundherum 40cm tief ausgekoffert. Anschließend einen ganzen Laster KFT bestellt und mit dem Bagger verteilt. Drei mal etwa 10-15cm starke Schichten, die dann mittels 200kg Rüttelplatte verdichtet wurden. Das war mega geil. Hat einen Riesenspaß gemacht. Nach der ersten Stunde im Bagger geht es auch schon recht zügig voran. Allerdings bin ich am zweiten Tag doch etwas übermutig geworden – und muss jetzt ein Paar kleinere Reparaturen an unserer Fassade durchführen 🙂

Nachdem alle relevanten Bereiche geschottert und verdichtet waren, ging es an die Treppe. Von den angesprochenen 60cm bleiben nach Abzug des Pflasters und des zugehörigen Unterbaus noch etwa 45cm übrig. Perfektes Maß – entspricht drei Stufen.

Aber vorher noch die Gelegenheit nutzen schweres Gerät zur Hand zu haben: Um den Sommer nicht im Unkraut sitzend zu verbringen, haben wir aus Schotter und Kunstrasen kurzerhand die Terrasse für 2018 geschaffen. Fertig wird der Terrassenbereich erst im kommenden Jahr..

Zurück zum eigentlichen Projekt: Am einfachsten erschien es mir den Unterbau für die Blockstufen zu betonieren. Kinderleicht, unschlagbar künstig. Und die herumliegenden Stahlmatten vom Kellerbau konnten so auch noch einem sinnvolleren Zweck als der Entsorgung zugeführt werden.

Die seitliche Einfassung wurde mit L-Steinen realisiert.

Nach ein paar Tagen Durchhärtezeit konnte dann die Schalung gebaut und die Treppe betoniert werden.

Im nächsten Bauabschnitt folgten dann viiieeele Meter Randsteine. Wenn man mal dran ist, dann bringt man es auch so weit wie möglich zu Ende. Einige Bereiche werden wegen der Garage noch einmal aufgegraben – aber ansonsten sind alle Randsteine für die Wegeinfassungen bzw. den Sockelspritzschutz betoniert. Wer hier ein bisschen den Meterstab bemüht und zweimal nachdenkt, der kann sich später beim Pflastern unendlich viel Arbeit sparen.

Ein Aufmaß von 3-4cm in der Breite (zur angegeben Lagenbreite des Pflasters) hat wunderbar funktioniert – in Summe mussten nur etwa 10 Steine geschnitten werden.

Mit dem Setzen der Betonblockstufen war der Eingagsbereich dann fertig.

Mit ein bisschen Grünzeug sieht es dann auch langsam nach was aus.

FlashBack: Ausbau Woche 34-38

Wie sollte es anders sein: Auch im EG Bad wiederholen sich die vielen zeitraubenden Einzelgewerke bis zur Fertigstellung. Parallel gab es noch unendlich viele Meter Silikon- und Acrylfugen zu ziehen, Lampen zu montieren, Fußleisten anzubringen etc. etc. Wenig spannend (und leider ohne aussagekräftige Bilder). Im Badezimmer haben wir den Fortschritt jedoch etwas festhalten können.

Und mit Fertigstellung des Badezimmers war der letzte Raum bezugsfertig. Den Themenblock „Ausbau“ schließen wir hiermit feierlich ab. Ende März 2018. Drei Monate nach Einzug – und trotzdem nicht unbedingt später als geplant.

FlashBack: Ausbau Woche 23-33

Das jahr 2018 startete wie das vergangene Jahr geendet hat: Mit einer Menge Arbeit.

Zwischen Weihnachten und den Heiligen Drei Königen ging dank Urlaub noch einiges voran, in den Wochen danach beschränkten sich die Aktivitäten auf die Wochenenden und einige Feierabendstunden..

Dennoch sind die offenen Baustellen langsam aber sicher weniger geworden. Das Elternschlafzimmer und das zweite Kinderzimmer konnten von der Liste gestrichen werden..

.. und das zweite Bad im EG machte auch Fortschritte..

.. bis ich mir beim Zuscheinden von Styroporplatten galant aber ordentlich tief in den Fuß geschnitten habe. Meine erste ernsthafte Verletzung während der gesamten Ausbauphase. Das hieß leider erst einmal: Zwangspause. Für knapp 2 Wochen war nicht an ernsthaftes Arbeiten zu denken. Zumindest nicht an die Arbeiten, die noch zu erledigen waren.

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Die Zeit habe ich mir dann mit Spielereien vertrieben:

Wirklich nett, dass der Telekom mittlerweile egal zu sein scheint wer am Übergabepunkt herumbastelt. Denn eine Plombe war an unserem APL nicht zu finden. Sehr schön, so konnte ich das stümperhafte Kabelgewirr vom Telekomtechniker wieder rausreißen und direkt ein CAT7 Kabel ordentlich von APL zum Patchfeld verlegen. Dort habe ich auch alle TAEs im Haus aufgelegt. Jetzt kann ich nach Lust und Laune die berühmte ‚Erste TAE‘ mittels Patchkabel ändern bzw. einfach direkt alle LAN Dosen ohne Umwege vom Keller aus mit Internet versorgen ohne TAEs.

Als der Fuß dann wieder kniende Arbeiten zuließ, konnte es im Bad weiter gehen mit dem Fertigstellen der Dusche, Malervlies tapezieren und Feinputz sprühen.

FlashBack: Ausbau Woche 20-22

Mittlerweile haben wir schon den ersten Schnee gesehen und die ersten Kerzen auf dem Adventskranz sind ebenfalls schon heruntergebrannt.

Diese Phase war mit Abstand die schlimmste. Fast täglich ging es nach der Arbeit am frühen Abend auf die Baustelle und der Tag endete erst weit nach Mitternacht. 1, 2 Uhr war fast schon die Regel. Anschließend eine gute dreiviertel Stunde Autobahnfahrt nach Hause, Essen, unter die Dusche, ins Bett. 3 Stunden schlafen, auf die Arbeit fahren und der Horror beginnt von vorn. Denn das zu Beginn ausgerufene Ziel war ich nicht bereit zu verfehlen: Weihnachten wird im neuen Haus gefeiert. Egal wie.

Einige must-haves mussten daher auf jeden Fall fertig werden. Ein gefliester Flur zum Beispiel. Das Wohnzimmer sollte auch so weit fertig sein, dass alle Möbel nicht mehrmals getragen werden müssen und direkt an ihrem Platz stehen. Ein funktionierendes Bad wäre auch von Vorteil. Eines der beiden Kinderzimmer (der jüngste schlief bis dahin sowieso noch im Beistellbett bei den Eltern) stand auch auf der Liste. Eine Menge zu tun in kurzer Zeit. Bodenbeläge und Wände befeinputzen.

Und jetzt die große Frage: Haben sie es geschafft?

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Ja, allerdings mehr schlecht als recht. Im Wohnzimmer hingen noch um die 30 Kabel aus der Decke, Fußleisten fehlen etc. etc. Das war allerdings neben dem OG-Bad noch einer von den ‚guten‘ Räumen.

Elternschlafzimmer: Kein Boden, kein Putz.

Die beiden Kinderzimmer: Kein Boden, kein Putz.

Galerie: Fertig bis auf Fußleisten. (Hier hat für ein Paar Tage die ganze Familie genächtigt, bis die anderen Räume nach und nach fertig wurden)

Büro: Fertig bis auf Fußleisten:

EG-Bad: Rohbau, Spachtelarbeiten 50%

Abstellraum: kein Boden, kein Putz.

 

Wir sind also in ein halbfertiges Haus gezogen. Der Vorteil war dennoch: Ich war vor Ort. 1,5h Fahrzeit täglich konnten sinnvoll genutzt werden.

Und so gestaltete sich dann unser Alltag: Die ganze Familie werkelt und hilft wo sie kann um die Restarbeiten möglichst schnell ins Ziel zu bringen. Da muss auch ein dreijähriger mal die Farbrolle schwingen und seinen Teil zum neuen Zimmer beitragen.

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FlashBack: Ausbau Woche 17-19

Wir schreiben Mitte November:

Die ersten Räume sind endlich fertig gespachtelt und geschliffen. Zeit, die Wände und Decken mittels Tiefengrund für das Finish vorzubereiten.

Eigentlich war der Plan, Wände und Decken direkt nach dem Grundieren mit Feinputz fertig zu stellen. Eigentlich. Denn an einigen Außenwänden entstanden feine Risse rund um Fenster und Laibungen. Woche17-19_1Technisch nicht wirklich überraschend. Denn Die Rolllädenkästen sind von Werk mit Fermacell verkleidet, welches dann mit dem vom Bauherren angebrachten Rigips verspachtelt wird. Es gibt an dieser Stelle also keine doppelte Beplankung. Zwar habe ich überall gewissenhaft Glasfaser-Rissbinden eingespachtelt, aber wo unterschiedliche Materialien aufeinander treffen ist so etwas immer problematisch. Hinzu kommt, dass das Fenster bzw. die Tür weniger steif ist als das mit Fermacell und Rigips ausgesteifte Ständerwerk. Eine hausgemachte ‚Schwachstelle‘. Alles Jammern hilft nichts: Eine Lösung muss her.

Obwohl nicht im Zeitplan vorgesehen, haben wir uns dazu entschlossen mindestens alle Außenwände mit Malervlies zu tapezieren vor dem Feinputz-Auftrag. Decken und Innenwände waren frei von jeglicher Rissproblematik.

Zwischenzeitlich bekam unser Keller auch seinen finalen Anstrich in grau/blau. Auf der Farbkarte sah die Farbe eher nur grau aus. Mit der Farbe sind wir nach anfänglichem Schock jetzt aber sehr glücklich. Dieses Standard-Anthrazit sieht man ja aktuell auf fast jeder Fassade – schön, wenn man sich ein wenig von der Masse abheben kann 🙂

Neben dem Tapeten-Exkurs starteten die Arbeiten im Haupt-Badezimmer:

  • 1. Anstrich Abdichtung
  • Dichtbänder einarbeiten
  • 2. Anstrich Abdichtung
  • zur Sicherheit in den ‚echten‘ Nassbereichen ein dritter Anstrich
  • Dusche einbauen inklusive Estrich-Unterbau
  • Vorwandelemente und Wände fliesen

Um ehrlich zu sein: Die Arbeiten im Bad habe ich zeitlich unterschätzt. Verrohrung, Trockenschüttung, Estrich, Duschelement einbauen, Abdichten, Abdichten, Abdichten, Trockenzeiten müssen eingehalten werden, Badewanne setzen, Fummelarbeiten mit Fliesen-Abschlussprofilen, Verfugen… Die Liste der einzelnen Arbeiten ist endlos. Und zeitraubend.

Back in business nach kurzer Pause..

..von gerade einmal 258 Tagen.

Erst war es unglaublich stressig. Die stressigste und Kräfte zährendste Zeit in meinem Leben. Dann holt einen der Arbeitsalltag wieder vollends ein. Und die Familie darf natürlich auch nicht zu kurz kommen. Und dann kommt was vermutlich jeder kennt: Man schiebt etwas vor sich her – so lange bis man es erst vergessen und dann ein schlechtes Gewissen hat. Und so vergehen 258 Tage. Erschreckend.

Aber immerhin: In Sachen Hausbau vergingen diese 258 Tage weit weniger inkonsequent.

Um die dokumentatorischen Lücken zu schließen, wird es eine Art Rückblick geben. Anhand des vorhandenen Bildmaterials lassen sich die Ereignisse recht gut rekonstruieren. Und in der Gegenwart angekommen, werden wir von nun an wieder mehr Disziplin zeigen und die Geschehnisse und Erfahrungen zeitnah mit Euch teilen.

Ausbau Woche 14-16

Es ist eine Menge passiert – und weil die Tage aktuell unendlich lang sind (nach der Arbeit noch bis spätabends im Haus werkeln) fällt es einem doch schwer noch einen Blogeintrag zu verfassen. Aber hier nun das Update der letzten 3 Wochen.

Das allerwichtigste: Der Estrich ist drin! Der ’neue‘ Estrichleger kam tatsächlich schon samstags und hat den Schnellestrich eingebaut.

 

Eigentlich hätte der Estrich ca. 3 Tage nicht betreten werden sollen, aber für den Montag war der erste Tag der Elektro-Feininstallation geplant. „Vorsichtiges Arbeiten ist kein Problem“, wurde uns gesagt. Man hat schon noch gemerkt, dass der Estrich noch nicht voll belastbar ist, aber es gab keinerlei Probleme. An diesem Montag haben wir dann auch die Heizung in Betrieb genommen, damit das Aufheizen planmäßig starten kann.

16 Tage dauert das Aufheizprogramm in unserem Fall. Die Vorlauftemperatur der Heizung wird dabei bis auf 55°C hochgefahren. Ein Sauna. Bei dem Klima im Haus zu arbeiten macht wirklich keinen Spaß. Aber mit Sommerbekleidung ging auch das (mit gedrosseltem Tempo). Gerade in den ersten Tagen war die Feuchtigkeit doch enorm – das Wasser steht morgens an allen Fenstern.

 

Aber man konnte tatsächlich dem Estrich beim Trocknen zusehen. Auch dank netter Nachbarn die für uns das Lüften übernehmen wenn wir nicht vor Ort sind. Nach einer Woche war schon kein Wasser mehr an den Fenstern zu sehen.

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Nun haben wir endlich Strom im Haus. Dass das eine solche Erleichterung ist hätte niemand gedacht. Super, wenn man einfach einen Stecker in die Wand steckt und es kommt Strom heraus. Kein Kabeltrommel-Kabelsalat mehr, der sich quer durchs Haus und über alle Etagen verteilt.

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Im Großen und Ganzen haben die Elektriker sauber, gut und schnell gearbeitet, jedoch ist die Zuleitung für die spätere Dunstabzugshaube stromlos. Mal sehen, was man sich da einfallen lässt. Glücklicherweise erwartet man noch eine Zahlung von mir. Ich habe also noch gute Chancen auf Klärung 🙂

Auf Bauherren-Seite gibt es aktuell nur: Spachteln, Schleifen, Spachteln, Schleifen. Dass diese Arbeiten viel Zeit in Anspruch nehmen war mir klar. Bei meinen Nachbarn konnte ich wunderbar verfolgen, wie lange Fachbetriebe mit dem Verspachteln der Rigipsplatten beschäftigt sind. Aber es nimmt (gefühlt) kein Ende. Ich vermute, dass noch fast der komplette November dafür draufgeht.. Aber: Das wäre voll im Plan. Anfang Dezember möchte ich die ersten Böden verlegen (wenn es der Restfeuchtegahalt des Estrichs zulässt). Sinnvollerweise werde ich vor Verlegen des Bodens die Wände mit Feinputz besprühen. Also muss der Trockenbau bis Ende November fertig sein. Passt. Noch.

 

 

Die Estrich-Odyssee

Was soll man von einer Firma halten, die man zwei Wochen nicht telefonisch erreichen kann, die nicht auf hinterlassene Nachrichten reagiert und die Terminabsprachen ohne jegliche Info verstreichen lässt.

Ich ärgere mich ja nicht seit gestern mit der Fa. Estrichbau Kranz herum, aber ich habe mit Bedacht erst einmal meinen Ärger herunterschlucken wollen, bevor ich hier über die Angelgenheit im Affekt berichte. Denn das Internet vergisst ja bekanntlich nie. Und bevor ich unüberlegt böse Worte verliere und ggf. dem Ruf eines Unternehmens schade, wollte ich doch zumindest noch einige Nächte darüber geschlafen haben.

Zunächst einmal habe ich mit dem von allkauf beauftragten Unternehmen Kontakt aufgenommen um einen Termin für den Estrich abzustimmen. Der Sanitärbetrieb hat zugesichert die Fußbodenheizung bis Ende KW41 eingebaut zu haben. Wir haben uns also auf einen Estrich-Termin in KW42 geeinigt. Ein genaues Datum wollte man mir noch nicht zusichern, aber auf jeden Fall im Laufe der KW42. OK. Man wird sich in der KW41 noch einmal bei mir melden um den genauen Termin zu bestätigen.

Es kam kein Anruf – also habe ich versucht die Fa. Kranz zu erreichen. Die Handynummer vom Inhaber sowie die Nummer des Büros hatte ich zur Verfügung. Ohne Übertreibung: Halbstündlich habe ich es versucht. Fast 2 Wochen lang. Kein Lebenszeichen. Mit unterdrückter Nummer hatte ich (vielleicht auch nur Zufall) dann irgendwann jemanden am Telefon. „Die komplette Kolonne war krank, habe etwas falsches gegessen, daher gab es Verzug“ – man käme am Samstag, jedoch allerspätestens am Montag. In jedem Falle wird man sich freitags davor noch einmal melden. Seit dem habe ich nichts mehr gehört von der Firma Estrichbau Kranz. Beide Termine sind verstrichen ohne dass jemand abgesagt hätte. (Und weitere halbstündliche Anrufe meinerseits: Ihr könnt es euch sicher denken…)

Ich habe natürlich sofort bei allkauf eskaliert. Man muss wirklich lobend erwähnen: Allkauf hat sich sehr bemüht hier schnell Abhilfe zu schaffen. Mit Erfolg. Wir haben einen neuen Estrichbauer, welcher innerhalb der nächsten Woche den Estrich einbringt.

Mit einem konventionellen Estrich werden wir nun auf keinen Fall mehr fristgerecht die Belegreife erreichen. Es muss nun auf jeden Fall ein Schnellestrich eingebaut werden. Mehrkosten in unserem Fall: ca. 2.000 EUR.

Allkauf sieht sich allerdings nicht in der Schuld und hat daher erst einmal pauschal eine Kosten(teil)übernahe abgelehnt.

Ich habe allkauf noch einmal dargelegt, dass sich der Estrich nicht nur um die zwei Wochen der Fa. Kranz nach hinten geschoben hat, sondern dass wir auch 4 Wochen lang auf den Sanitärer warten mussten. Also sprechen wir von 6 Wochen, die der Estrich hätte früher im Haus sein können. Natürlich hat allkauf den Verzug nicht selbst generiert, sehr wohl aber die von allkauf beauftragten Subunternehmer.

Bisher kann ich wirklich nichts negatives über allkauf berichten bzw. wie allkauf mit dem Kunden umgeht. Mal sehen, ob es so bleibt. Die Tatsache, dass die Antwort auf meine zweite eMail nun schon mehrere Tage auf sich warten lässt, lässt darauf schließen, dass die Mail den Weg zu dem/der nächsten Vorgesetzten gefunden hat. Die Kundenbetreuer schmettern solche Anfragen offensichtlich kurzerhand reflexartig ab – ich hoffe, dass man sich auf höherer Ebene etwas differenzierter mit dem Anliegen des Kunden auseinandersetzt. Bei anderen Herstellern wird bereits bei geringerem Verzug ein Schnellestrich auf Kulanz eingebracht. Wir sind also gespannt wie sich allkauf entscheidet.

Egal wie die Sache ausgeht, ich habe beim Estrichbauer einen beschleunigten Estrich in Auftrag gegeben und zahle erst einmal die 2.000 EUR. So verlieren wir wenigstens nicht noch mehr Zeit, bis die Kostenübernahme geklärt ist.

Ausbau: Woche 13

Die letzte Woche Elternzeit – ab jetzt muss alles am Feierabend und am Wochenende passieren. Bis zu unserem geplanten Einzug sind es noch etwa zwei Monate. Zwei Monate mit einem straffen Programm. Das wird sicher anstrengend.

In der 13ten Woche konnte planmäßig nicht mehr so viel passieren, denn eigentlich hätte der Estrich kommen sollen. Hätte. Konjunktiv. Dem Thema Estrich wird ein extra Blogeintrag spendiert.

Sich im Haus zu bewegen ist aufgrund der Fußbodenheizungsrohre eher beschwerlich. Daher habe ich mich auf kleinere Rigips-Arbeiten beschränkt wie bespielsweise das Verkleiden diverser Sanitär-Installationen. Zusätzlich habe ich noch diverse selbstverlegte Lichtverkableungen vorab getestet, bevor es bei der Elektro-Fertigmontage zu bösen Überraschungen kommt.

Glücklicherweise habe ich zeitnah einen Handwerksbetrieb aufgetan, der uns den Keller verputzen wird. Eigentlich wollten wir das in Eigenleistung erledigen. Aber man kann nicht alles selbst machen (in Anbetracht des nahenden Umzugs). Da der Keller in den letzten Wochen jedoch eher stiefmütterlich behandelt wurde, mussten hier noch die letzten Restarbeiten fertiggestellt werden, bevor der Keller zunächst verspachtelt und mit Armierung versehen werden konnte. So ist der Keller zumindest für den Winter gewappnet. Der Oberputz folgt in den nächsten Wochen. Aber es sieht schon jetzt wesentlich ordentlicher aus als dieses blassviolettverblichene XPS.