FlashBack: Ausbau Woche 20-22

Mittlerweile haben wir schon den ersten Schnee gesehen und die ersten Kerzen auf dem Adventskranz sind ebenfalls schon heruntergebrannt.

Diese Phase war mit Abstand die schlimmste. Fast täglich ging es nach der Arbeit am frühen Abend auf die Baustelle und der Tag endete erst weit nach Mitternacht. 1, 2 Uhr war fast schon die Regel. Anschließend eine gute dreiviertel Stunde Autobahnfahrt nach Hause, Essen, unter die Dusche, ins Bett. 3 Stunden schlafen, auf die Arbeit fahren und der Horror beginnt von vorn. Denn das zu Beginn ausgerufene Ziel war ich nicht bereit zu verfehlen: Weihnachten wird im neuen Haus gefeiert. Egal wie.

Einige must-haves mussten daher auf jeden Fall fertig werden. Ein gefliester Flur zum Beispiel. Das Wohnzimmer sollte auch so weit fertig sein, dass alle Möbel nicht mehrmals getragen werden müssen und direkt an ihrem Platz stehen. Ein funktionierendes Bad wäre auch von Vorteil. Eines der beiden Kinderzimmer (der jüngste schlief bis dahin sowieso noch im Beistellbett bei den Eltern) stand auch auf der Liste. Eine Menge zu tun in kurzer Zeit. Bodenbeläge und Wände befeinputzen.

Und jetzt die große Frage: Haben sie es geschafft?

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Ja, allerdings mehr schlecht als recht. Im Wohnzimmer hingen noch um die 30 Kabel aus der Decke, Fußleisten fehlen etc. etc. Das war allerdings neben dem OG-Bad noch einer von den ‚guten‘ Räumen.

Elternschlafzimmer: Kein Boden, kein Putz.

Die beiden Kinderzimmer: Kein Boden, kein Putz.

Galerie: Fertig bis auf Fußleisten. (Hier hat für ein Paar Tage die ganze Familie genächtigt, bis die anderen Räume nach und nach fertig wurden)

Büro: Fertig bis auf Fußleisten:

EG-Bad: Rohbau, Spachtelarbeiten 50%

Abstellraum: kein Boden, kein Putz.

 

Wir sind also in ein halbfertiges Haus gezogen. Der Vorteil war dennoch: Ich war vor Ort. 1,5h Fahrzeit täglich konnten sinnvoll genutzt werden.

Und so gestaltete sich dann unser Alltag: Die ganze Familie werkelt und hilft wo sie kann um die Restarbeiten möglichst schnell ins Ziel zu bringen. Da muss auch ein dreijähriger mal die Farbrolle schwingen und seinen Teil zum neuen Zimmer beitragen.

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Küche #2: auch abgehakt

Ach ja, da war ja noch was: Anders als Ende Januar nach der Bemusterung angedacht haben wir uns doch dazu entschlossen die komplette Küche zu nehmen. Wir haben wie bereits erwähnt beim Verkaufsgespräch eine komplette L-Küche herausgehandelt. Diese wird nun in der Einliegerwohnung ihren Platz finden. Teilmöbliert vermieten hat ja durchaus seinen Charme.

Die Küche konnten wir kostenneutral noch etwas in Form und Farbe anpassen, sodass sie sich gut ins Gesamtbild einfügen wird. Mit 6 Wochen Vorlauf können wir sie dann abrufen, wenn der Keller so weit ist. Und das ist das gute Stück (inkl. aller Elektrogeräte):

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Küche: abgehakt

Endlich – ein Punkt weniger auf unserer langen Liste. Bevor es bald sicherlich sehr viel hektischer wird haben wir es doch noch geschafft die Küche fertig zu planen und zu bestellen. Wir hatten ja bereits eine recht detaillierte Planung der Küche zur Hand – dennoch hat der Küchenplaner noch einmal geschlagene 4 Stunden benötigt.. Aber es hat sich gelohnt. Der gute Mann ist öfter zwischendurch für eine Viertel Stunde verschwunden (wir dachten zuerst er geht mal schnell eine rauchen), kam dann aber immer mit Neuigkeiten zurück: „Ich hab da mal was bei unserem Einkäufer nachgefragt: Wir haben demnächst eine Aktion – ich könnten Ihnen zum gleichen Preis ein hochwertiges Granitwaschbecken anbieten“ oder „Ich habe gerade mit dem Lieferanten gesprochen – wir können Ihnen noch einige Hundert Euro entgegen kommen und zusätzlich noch den Apothekerschrank mit aufnehmen“. Alles in allem glauben wir einen guten Deal gemacht zu haben.

Die Küche wird in einem mordern-schlichten weiß gehalten mit schwarzer Arbeitsplatte. Das Spülbecken haben wir in weiß geählt, um einen netten Kontrast zu schaffen. Die Edelstahlgriffleisten sind fast unsichtbar an der Oberkante der Türen und Schubladen versteckt. Wirkt irgendwie sehr aufgeräumt. Jede Menge Stauraum und eine Koch-‚Halb‘-Insel, die an der Rückseite noch weiteren Stauraum bietet. Auf Hochschränke haben wir ganz verzichtet (50% der im Haushalt lebenden Bauherren sind relativ klein gewachsen), Hängeschränke gibt es nur um Gläser und Tassen zu verstauen. Den Kühlschrank wollten wir als stand-alone Lösung. Mit (bald) zwei Jungs im Haushalt bezweifle ich, dass ein ‚Standard-Kühlschrank‘ in der Pubertät ausreicht. So könnten wir später völlig unabhängig von der Küche was noch größeres kaufen.

Sämtliche Elektrogeräte werden wir selbst besorgen. Mein Arbeitgeber mit den fünf roten Buchstaben gewährt seinen Angestellten einen ordentlichen Rabatt auf sein gesamtes Sortiment an Elektrogeräten. Da lassen sich schnell ein paar Tausender sparen.

Die Bilder sind nicht ganz so schick, aber ich denke man kann einen Eindruck gewinnen.