Der Countdown läuft

Noch 2x schlafen 🙂

Da es gestern ordentlich gewittert hat, bin ich heute noch mal zur Baustelle gefahren, um das Wasser aus dem Keller zu befördern (siehe Lessons Learned). So viel Wasser hatten wir noch nie im Keller. Und wenn das Wetter bis übermorgen einigermaßen stabil bleibt, dann was es auch das letzte Mal. Mittlerweile ist es richtig wohnlich im Keller – die ersten Möbel sind bereits eingezogen:

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Gestern wurden bereits unsere Dachziegel angeliefert. Finkenberger Pfanne in bordeaux. Und anders als besprochen und zugesagt wurde natürlich doch schon damit begonnen das Geürst zu stellen. Wozu rede ich eigentlich mit den Menschen? Es wird doch sowieso gemacht was sie wollen und vor allem wann sie es wollen. Denn jetzt steht das Gerüst natürlich nicht so, dass man bedenkenlos den Versorgungsgraben ziehen kann. Den Gerüstbauchef knüpfe ich mir am Montag vor. Und die Kolonne kann sich etwas überlegen, wie sie das wieder gerade ziehen. Denn eins ist klar – dem Versorger werde ich für übernächste Woche nicht absagen.

 

Am Dienstag oder Mittwoch wird planmäßig das Dach eingedeckt. Vielleicht kann ich den Dachdecker überreden direkt die Satellitenschüssel zu montieren. Dazu habe ich das ganze schon mal zusammen gebaut.

countdown1Zu guter letzt noch etwas Prozessbefriedigung: Die Straßensperrung. Damit diese lächerliche Maßnahme die einzigen Nachbarn nicht beeinträchtigt, habe ich die Absperrung eher zurückhaltend platziert.

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Verdämmt zufrieden!

Oder wie der Brite sagen würde: A dämm good feeling. Feierlaune machte sich breit, als wir am Samstag die letzten Dämmplatten geklebt haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen bescheideneren Job beim Hausbau gibt. Sicherlich wird es anstrengendere, kniffligere oder nervigere Arbeiten geben.  (Kommentare von Wissenden á la „doch, doch, warte mal ab, bis du xy machen wirst“ möchte ich aktuell nicht hören. Ich erfreue mich noch eine Weile an diesem wunderbaren Gefühl.)

In Zahlen gesprochen: Etwa 150 Dämmplatten mit einem Gesamtvolumen von 15,75m³ kleben nun dank ca. 400kg Kleber an der Wand. Durch die Dämmung haben wir rechnerisch fast 6m² weniger Garten rund um’s Haus 😦

In Bildern sieht das so aus:

Die oberste halbe Reihe haben wir nicht aus Bequemlichkeit ausgelassen – Es muss ein Bereich von 25-30cm frei bleiben für die Hausmontage. Erst nach Hausstellung kann hier fertig gedämmt werden.

Die Platten, welche später verputzt werden, sind zusätzlich mit Dämmstoffdübeln im Beton verankert. Soo sehr traue ich dem Bitumenkleber dann doch nicht. Man kann sich vorstellen, was mit der Putzfassade passiert, wenn sich der Untergrund bewegt.. Das wollte ich von vernherein ausschließen. Zumal die Dübel a) nix Kosten und b) mit ordentlichem Werkzeug schnell verarbeitet sind. Samstag haben wir so mal eben als Lückenfüller ca. 70 dieser Dübel in 30min versenkt. Einge fehlen noch – aber Sonntag und Bohrhammer passen einfach nicht zusammen. Eilt ja auch nicht, denn Priorität hatten die Bereiche, die unser Erdbauer in der übernächsten Woche verfüllen will. Was jedoch wunderbar auch am Sonntag zu erledigen war: Noppenfolie anbringen. Eine Philosophie für sich: Wie herum anbringen? Noppen zum Haus hin? Noppen vom Haus weg? Fragt man 5 Fachleute bekommt man 6 Meinungen. Der Kellerbauer erklärte mir, dass ich die Folie mit der glatten Seite zur Dämmung anbringen soll. So kann diese beim Verdichten des Erdreichs einfach an der Dämmung abgleiten, ohne diese nach unten zu ziehen. Genau das war auch mein Gedanke.

Einige Restarbeiten bleiben noch für den kleinen Spaß nach der Arbeit: 3x Fenstersturz fertig dämmen und einen Bereich am Sockel mit Folie vepacken. Aber im Großen und Ganzen sind wir somit ready for Aufschütten!

Zwischenbericht nach einem erfolgreichen Wochenende

Super Wetter & 30°C. Was macht man da? Ins Schwimmbad gehen. Falsch: Man dämmt. Letztes Wochenende habe ich mich noch über das Regenwetter beschwert – daher verkneife ich es mir heute über die Hitze zu jammern und freue mich, dass uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

Leider hat mir meine helfende Hand krankheitsbedingt absagen müssen (gute Besserung noch einmal!). Daher hieß es: Selbst ist der Bauherr. Man muss seine Arbeitsweise nur ein Wenig umstellen. Bevor man den Kleber anmischt, müssen dann eben schon alle Platten ordentlich zugesägt sein, alles muss in nächster Griffweite stehen und beeilen muss man sich natürlich auch. Sonst wird einem der Kleber im Eimer hart..

Ein Job des Wochenendes war das flächenbündige Verschließen des Kellerabgangs. Das fordert auch allkauf für die Hausmontage. Man nehme einige Meter 60er Kantholz, eine potente Dübel-Schrauben-Kombination und dann kann es auch schon los gehen.

Und dann ging’s weiter mit der Dämmung. In KW25 (also in knapp einer Woche) ist geplant, dass der Tiefbauer den Kanalanschluss macht und den Keller (teil)verfüllt. Das bedeutet, dass bis dahin zumindest die Anfüll-Bereiche fertig gedämmt, Noppenfolie angebracht und der Lichtschacht montiert sein müssen.

Der Lichtschacht und die Noppenbahn stehen Ende kommender Woche auf der Agenda – also sind wir voll auf Kurs. Auf den Bildern erkennt man nun gut die beiden verschiedenen Sorten Dämmplatten.

  1. In den Anfüllbereichen benutzen wir Platten mit Stufenfalz und glatter Oberfläche, welche vollflächig verklebt und die Kanten anschließend verspachtelt werden
  2. In den Bereichen, die später verputzt werden, kommt eine Platte ohne gefalzte Kanten aber dafür mit einer rauhen, strukturierten Oberfläche zum Einsatz.

Und so sieht es aktuell aus:

Im Keller stehen noch 6 Eimer Kleber. Und der Dämm-Berg schrumpft auch zusehends. Ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Hoffentlich ist es kein Lastwagen beladen mit Dämmung 🙂

Petrus, wenn ich dich in die Finger bekomme..

.. dann müssen wir beide uns mal vor der Tür unterhalten! Und zwar wie echte Männer.

Das kann doch echt nicht war sein! Ein langes Wochenende. Im Juni. Und es regnet fast ununterbrochen. Zumindest sind die regenfreien Phasen zu kurz um die Dämmung weiter zu kleben. Mit 15 Eimern Dämmplattenkleber sind wir gestartet. Am Samstag Abend waren es immer noch 14. Pfingstsonntag haben wir es immerhin geschafft weitere zwei Eimer zu verarbeiten. Und heute haben wir nur einen einzigen geschafft, bevor es wieder angefangen hat zu schütten. Elf 30kg-Eimer voller 2K-Bitumen-Dickbeschichtung stehen nun also noch im Keller statt an der Wand ihren Dienst zu tun. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Aber vielleicht muss man sich daran gewöhnen, dass nicht immer alles nach Plan laufen kann. Vor allem dann nicht, wenn man so abhängig vom Wetter ist. Und IM Keller gibt es tatsächlich keine sinnvollen Arbeiten mehr zu tun. Zumindest nicht, bis das Haus den Keller regendicht verschließt. Der steht nach einem langanhaltenden Regen nämlich unter Wasser, da sich die vielen Deckendurchbrüche nicht regendicht verschließen lassen.

Immerhin ist nun der komplette Sockel verpackt. Ab jetzt heißt es: Fläche, Fläche, Fläche. Wenn denn das Wetter mitspielt.. Am kommenden Wochenende werde ich wieder auf tatkräftige Unterstützung bauen dürfen. Aber wenn ich den Zeitplan halten will, werde ich wohl schon unter der Woche nach der Arbeit zusätzlich ranklotzen müssen.

Zum Abschluss neben einigen Illustrationen noch ein heißer Verbrauchertipp für die geneigte Leserin: Vergesst Rasierer und Heißwachs! Ich habe in 3 Tagen Arbeit mit Bitumendickbeschichtung fast 50% meiner Arm- und Beinbehaarung eingebüßt. Wenn das Zeug einmal angetrocknet ist, hilft nur Abreißen. Zurück bleibt glatte, haarfreie Haut. Garantiert!

Kellerfenster / Dämmung

Am heutigen Pfingstsonntag bremmst uns das Wetter ein Wenig aus. Es regent aktuell wie aus Eimern – daher ist an Dämmung-Kleben nicht zu denken. Das Wetter soll sich gegen Mittag bessern, sodass wir heute hoffentlich noch ein gutes Stück voran kommen. Immerhin komme ich so dazu einen kurzen Zwischenbericht zu geben:

Freitag Nachmittag ging es nach der Arbeit direkt auf die Baustelle. Mein Vater hat einen großen Hänger beladen mit Fenster, Noppenfolie etc mitgebracht. Nach dem Ausladen konnte es also schon los gehen mit dem Setzen der ersten Fenster. Bis zum Feierabend waren so schon 2 Fenster verbaut.

Die restlichen Fenster und die Terrassentür folgten dann am gestrigen Samstag. Während ich mit dem Hänger unterwegs war um die Bautür zu besorgen, haben die ersten Wände bereits ihren Voranstrich erhalten. Diese Grundierung ist notwendig, bevor die Dämmplatten geklebt werden können.

Parallel zum Fenstereinbau haben wir begonnen mit der Dämmung. Der Sockel, der sich zwischen Kellerwand und Bodenplatte ergibt kostet durch das Zusägen eine Menge Zeit. Wenn es dann an die Flächen geht sollte es bedeutend schneller voran gehen. Immerhin sind die Dämmplatten nun schon zugeschnitten – mal sehen ob wir diese heute noch verarbeiten können.

Zu guter Letzt wurde noch die Bautür montiert, damit das Werkzeug sich nachts sicher fühlen darf. Ob der Vorbesitzer mit Nachname Hommel hieß, oder ob Hommel vielleicht im Baustellen-Slang eine liebevolle Bezeichnung für eine Bautür ist,  habe ich nicht in Erfahrung bringen können 🙂 Auf jeden Fall haben wir mit dem Einbau der Tür den Feierabend eingeläutet.

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Kellerabnahne

Gestern stand die Abnahme des Kellers auf der Agenda. Dazu habe ich einen Termin mit dem Glatthaar Projektleiter und dem allkauf Bauleiter vereinbart. Beide waren pünktlich vor Ort und es konnte sofort losgehen.

Der allkauf Projektleiter interessiert sich eigentlich nur für die Maße, welche für die Hausaufstellung relevant sind:

  • Grundabmaße der Kellerdecke
  • Öffnungsmaße und Positionen der Deckendurchbrüche
  • Ebenheit der Kellerdecke

Die beiden Herren wirbelten wie wild mit Maßband und Zeichnung umher und nickten sich immer wieder zufrieden zu bis alle Maße kontrolliert waren. Ergebnis: Super sauber gearbeitet. Die maximal festgestellte Höhendifferenz der Kellerdecke betrug 8mm. Zulässig sind Differenzen bis zu 30mm.

Ich konnte das Schauspiel leider nur aus der Ferne beobachten – ich hatte in der Zwischenzeit alle Hände voll damit zu tun die Dämmung auf mein Grundstück zu schaffen, die pünktlich wie vereinbart angeliefert wurde. Leider hatte der Fahrer bei einem anderen Kunden einige Pakete zu viel abgeladen, die er in der nächsten Stunde nachliefern musste. Schlussendlich war die Lieferung vollständig und wartet nun bis zum Wochenende darauf ihrem eigentlichen Zweck zugeführt zu werden.

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Anschließend gingen der allkauf Bauleiter und ich das Protokoll durch. Viel Bla Bla. Einzig wichtiger Punkt: Ich MUSS eine Straßensperrung veranlassen. Andernfalls könnte es je nach Laune des Kranführers sein, dass er unverrichteter Dinge wieder fährt. Völliger Schwachsinn: Wir wohnen am Ende einer ca. 20m langen Sackgasse. Es gibt genau einen Anwohner, den ich informieren müsste. Aber das ganze hat wohl versicherungstechnische Gründe. Ich werde mich mal bei der Gemeinde informieren, wie eine solche Sperrung vonstatten geht.

Abschließend bin ich noch einmal mit den Glatthaar Projektleiter durch den Keller gegangen, und haben auch hier keinen Mangel feststellen können. Damit war die Abnahme erledigt.

Als letztes habe ich noch ein Wenig Material, Werkzeug und Flüssigverpflegung  aus meinem Auto in den Keller geschafft und bin zurück zur Arbeit gefahren. Am Wochenende werde ich direkt eine Bautür besorgen und einbauen, damit ich meine Werkzeuge nicht ständig im Auto spazieren fahren muss und diese sicher im Keller übernachten können.

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Kellermontage / Leerrohre

Etwa halb 10 war es, bis wir heute auf der Baustelle eingetroffen sind. Schon aus mehreren Kilometern Entfernung konnten wir den Kran erkennen. Die Glatthaar-Jungs waren schon mächtig fleißig. Drei der Außenwände waren bereits gestellt. Schlag auf Schlag. Beeindruckend. Und mindestens genauso beeindruckend war die Passgenauigkeit der Elemente. Zu meiner Freude sind die Oberflächen der Betonwände so glatt, dass sie nicht mehr gespachtelt werden müssen (außer an den Nahtstellen natürlich). Da reicht später tatsächlich ein Tiefengrund und dann ran mit der Tapete.

In die meisten der Wände haben wir Unterputzdosen und Leerrohre eingießen lassen. Die Leerrohre stehen dann standardmäig nach dem Gießen der Kellerdecke oben heraus. Die anschließende Verlegung der Elektroleitungen wird dann auf dem EG-Rohfußboden vorgenommen. Was für eine bescheidene Lösung. Ich habe daher im Voraus mit dem Kolonnenführer vereinbart, dass wir ein Zeitfenster bekommen um die Leerrohre IN der Armierung der Kellerdecke zu verlegen, sodass sie unsichtbar und sauber mit vergossen werden können. Zähneknirschend habe ich ein Zeitfenster von max. 30 min zugesichert bekommen.

Was braucht man also dazu? Zuerst einmal drei Geistesgestörte die sich einbilden, man könne 70m Leerrohr mal schnell eben so auf die Kellerdecke werfen und damit hat sich’s. Dann benötigt man natürlich noch betonfestes Leehrrohr EN25 und entsprechende Verbindungsmuffen. Wer wie wir auch direkt die Lampenauslässe in der Decke berücksichtigen möchte, braucht zudem noch einen ordentlichen Bohrhammer (mit einem einfachen Schlagbohrer hat man keine Chance!) und einen 25mm Betonbohrer.

Beim Bohren habe ich mir mehrmals fast das Handgelenk gebrochen, als ich auf Stahl gestoßen bin und der Bohrer sich schlagartig verhakt hat. Aber sonst ging es wirklich super von der Hand. Parallel haben mein Schwager und mein Vater schon die ersten Leerrohre unter der Armierung entlang gefädelt und mit den aus der Wand ragendenen Stummeln verbunden. Bis auf die Lampen-Leerohre wurde alles zentral zu einem Punk geführt, an dem später die Unterverteilung des Kellers platziert wird. Ein letztes Rohr EN40 als Hauptzuleitung vom Zählerschrank zur Unterverteilung – das war’s. Klingt einfach? Es war die Hölle. Bei der heutigen Hitze mussten wir uns dermßen beeilen, dass wir nach getaner Arbeit regelrecht kollabiert sind. Wir wollen ja nicht jammern – die Keller-Jungs haben heute wohl den bedeutend schwierigeren Job gehabt.

Anschließend wurden noch einmal Stahlmatten obendrauf gelegt und dann ging’s auch schon los mit dem Vergießen der Wände. Unglaublich, wie viel Beton in den Hohlräumen verschwindet! Insgesamt wurden heute noch einmal 22m³ Beton für die Wände und Decken benötigt.

Wie beim letzten Mal war es auch diesmal Bauherren-Aufgabe den Keller bis zum Sonnenuntergang ordentlich nass zu halten. Zum Glück zogen gegen 19.00 Uhr schwere Regenwolken auf. So konnte ich schon etwas früher Richtung Heimat aufbrechen und mich von meiner Frau für meinen amtlichen Sonnenbrand bemitleiden lassen.

Wir haben eine Bodenplatte!

Heute bin ich erst am späten Vormittag auf der Baustelle eingetroffen. Der Trupp war erwartungsgemäß schon sehr fleißig gewesen. Ich konnte gerade noch miterleben, wie die letzten Stahlmatten gelegt wurden. Sagenhafte 4 Tonnen Armierungsstahl wurden eingebracht. Die enorme Menge hat sich keinem der Anwesenden so recht erschlossen – aber dem Wort des Statikers widerspricht man einfach nicht.

Bis zum Eintreffen der Betonpumpe wurden die Platten dann noch miteinander verrödelt und die Hebeanlage in die finale Position gebracht. Gegen 13 Uhr stand die Betonpumpe wie bestellt vor Ort und die erste Ladung von insgesamt 4 Betonmischern wurde verarbeitet.

In Summe wurden somit ca. 30m³ Beton vergossen am heutigen Tag. Parallel wurde der Beton auf Höhe gebracht, mit einer Art Monster-Vibrator verdichtet und anschließend glatt gezogen.

Ich musste mich doch zwischendurch einmal fragen, wozu ich eigentlich von Glatthaar genötigt wurde einen Bauwasseranschluss bereit zu stellen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist nur Wasser benötigt worden, um es in einen Eimer zu füllen und damit die Getränke kühl zu halten 🙂 Doch dann ergab alles einen Sinn: Der Bauherr hat die Bodenplatte ordentlich zu bewässern. Vor allem morgen, wenn es tatsächlich so sonnig und heiß werden soll. Gott sei Dank – sonst wäre das Bauwasser wirklich für die Katz gewesen..

Als der Glatthaar Trupp sich verabschiedete, habe ich noch eine Ladung Pappkarton und Folie ins Auto geladen (Nein, den Müll nimmt der Bautrupp nicht mit) und die Bodenplatte noch einmal Gute-Nacht-Bewässert. Morgen werden wir unseren Feiertags-Familienausflug also in der Nähe unserer Bodenplatte gestalten, sodass wir zwischendurch noch ein- oder mehrmals wässern können. Klingt für mich nach einem Job für den Nachwuchs-Bauherrn. In diesem Sinne: Allen einen schönen Vatertag!

Auf Messers Schneide!

Heute war der erste Glatthaar-Kellerbau-Tag. Auf der Agenda: Erstellen und Betonieren der Frostschürze, verlgen der Entwässerungsleitungen unter der Bodenplatte, Einbau der Hebeanlage, Perimeterdämmung unter der Bodenplatte sowie das Einschalen.

Gegen halb 9 traf ich auf der Baustelle ein, als gerade ein Tieflader voll Armierungsstahl rückwärts auf unser Grundstück rangierte. Eine gute Stunde hat’s gedauert, dann war alles abgeladen und an seinem Platz.

Kurz darauf hat der Kolonnenführer schweres Vermessungsgerät aufgefahren und noch einmal die Schotterhöhen eingemessen. Sorgenfalten auf der Stirn. Ich wurde wild winkend dazu gerufen. Ob ich sicher wäre, dass der Höhenriss an der nächstgelegenen Laterne korrekt sei. „Nehmen Sie doch einfach die Markierung da vorne, die mein Vermesser gemacht hat.“ Nachgemessen. SCH%?$§ ! Gleiches Ergebnis. Unser Tiefbauer hat’s vergeigt. Die Schotterschicht ist 15cm zu hoch! Auch das angeforderte Höhenprotokoll des Vermessers sagte das Gleiche.

Und dann kams: Der Keller-Chef hat das böse Wort mit A benutzt. ABBRECHEN. 5cm Höhentoleranz sind kein Problem. 15cm sind zu viel. Und da ich wusste, dass wir mit unserer Erdgeschossfußbodenhöhe ans baulich festgelegte Limit gegangen sind, gab es eigentlich keinen Spielraum. An die nächsten 45min kann ich mich nur noch vage erinnern. Ich habe telefoniert. Mit dem Glatthaar Projektleiter, mit dem Architekten, mit der Gemeinde, mit dem Bauamt, wieder mit dem Architekten und so weiter. Das Ergebnis: Ich habe das OK von der Gemeinde weiter zu machen – ich muss nur dringend einen Antrag auf (nachträgliche) Befreiung stellen. Die wird von der Gemeinde durchgewunken. Reine Formalie, denn ein anderer Nachbar hat sich im Rahmen seines Baugesuchs bereits von der Höhe EG-Rohfußboden befreien lassen.  Alle weiteren festgeschriebenen Höhen halten wir ein. Also: Es konnte weiter gehen. Und so verlief der restliche Tag:

 

Alle Arbeiten konnten planmäßig, wenn auch verspätet, abgeschlossen werden. Morgen folgt ein weiterer spannender Tag. Mal sehen, welche Überraschungen er diesmal für uns bereit hält..

Organisatorisches vor dem Keller

Wie versprochen haben wir gestern von unserem Glatthaar Projektleiter die Vorab-Fertigungspläne des Kellers erhalten, um die von uns eingeplanten Leerrohre und Elektrodosen zu kontrollieren. Die letzten Änderungswünsche wurden wohl noch nicht berücksichtigt. Und einige kleinere Korrekturen waren fällig. Aber im Großen und Ganzen passt alles. An manchen Stellen benötigen wir für eine saubere Elektroinstallation mehr Leehrrohre als vorgesehen, aber hier ist Glatthaar wirklich felxibel. Mit solchen Firmen arbeitet man gern. Dann ist unserem Projektleiter aufgefallen, dass er vergessen hat eine Entlüftung für die Hebeanlage vorzusehen. Ich hatte einen recht pragmatischen Lösungsansatz, die vorhandene Deckendurchführung für den Wäscheabwurf etwas zu vergrößern, um dort die Entlüftung bis zum Dach zu führen. Ich glaube er war erleichtert. Im Gegenzug habe ich einen (sonst mit ca. 400 EUR aufpreisigen) weiteren Deckendurchbruch rausgehandelt, damit wir dort alle Leerrohre des UGs an der Unterverteilung bündeln können. Das wird richtig gut, glaube ich.

Morgens hat sich die Spedition gemeldet, um uns den Liefertermin für die Kelleraußendämmung zu bestätigen. Am 01.06. wird diese geliefert. Perfekt, denn genau für den 01.06. habe ich unseren allkauf-Bauleiter zur Kellerabnahme ‚gezwungen‘. Mit einem offiziell abgenommenen Keller sind wir rechtlich dann auch auf der sicheren Seite, wenn wir direkt an dem langen Pfingstwochenende die Fenster einbauen und die Dämmung beginnen zu kleben.