Gelände verfüllen Teil 1

Seit gestern ist unser Tiefbauer wieder zugange:

  • Kanalanschluss
  • Übergabeschacht
  • Hausentwässerung Schmutzwasser
  • Entwässerung Regenwasser
  • Verfüllen der Arbeitsräume
  • Gelände gestalten

Heute Abend sah das ganze schon so aus:

Arbeit hat er noch bis einschließlich kommenden Montag. Neben der Keller-Terrassentür wird noch eine Stützmauer aus Muschelkalk-Steinen gesetzt und dahinter bis knapp unter Oberkante Keller verfüllt und verdichtet. Da entsteht dann irgendwann unsere Terrasse auf EG-Niveau. Bei unseren Nachbarn haben wir uns ebenfalls sehr beliebt gemacht: Ihre Aushub-Reste sind kurzerhand auf unserem Grundstück eingebaut worden. Mir recht – muss der Tiefbauer weniger hin+her fahren um kilometerweit entfernt Erde zu besorgen (kostet ja auch alles Geld).

Der Kanalanschluss wurde heute morgen bereits von der zuständigen Stelle abgenommen. Und einen spontanen Termin mit dem Subunternehmer der NetzeBW gab es heute morgen ebenfalls. Scheint alles sehr unkompliziert. Sie kommen irgendwann in der Woche nach der Hausaufstellung. Auch Zusatzarbeiten wie das Freilegen der Nahwärmeleitung sind kein Problem (natürlich gegen geringen Aufpreis). Auch müssen wir uns nicht hetzen, was die restlichen Versorger angeht: Man lässt das Loch so lange offen, bis alle fertig sind und kommt dann noch mal zum Verfüllen, wenn beispielsweise einer meiner Nachbarn ebenfalls seine Hausanschlüsse bekommt. Lediglich mit dem Gerüstbauer muss ich vorher sprechen, dass er möglichst keine Stützen über dem späteren Graben platziert. Sonst müssen wir die Hausanschlüsse aufschieben, bis das Gerüst wieder entfernt wird.

Trotz Plane über dem Treppenloch stand mal wieder das Wasser im Keller. Aber diese Tage sind ja auch bald gezählt. Um genau zu sein: 12 Tage noch! Dann steht das Haus drauf und der Regen kann uns egal sein. Bis dahin bedeutet ein ergiebiger Regen, dass man ca. 4 große Eimer voll Wasser irgendwie aus dem Keller befördern muss. Dann sieht es immerhin so aus (bis der nächste Regen kommt:

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Nachtrag: Überschreitung EFH

Noch ein kurzer Nachtrag der Vollständigkeit halber:

Das Landratamt Heilbronn meldete sich per eMail bei uns und der Gemeinde zu dem Verstoß der Erdgeschoss-Fußbodenhöhe bzw. zu der Befreiung von der EFH, die wir direkt nach Bekanntwerden des Tiefbau-Fehlers eingereicht haben:

Unser Verstoß endet als einfacher Aktenvermerk. Eine Verfahren zur Befreiung wird es nicht geben. „Ein Normalbetrachter wird eine Überschreitung von 15cm mit bloßem Auge nicht feststellen können. Alle weiteren baulichen Grenzen werden weiterhin eingehalten. Zudem gib es im genannten Baugebiet bereits eine Befreiung der EFH von +20cm. Der Verstoß wird zur Kenntnis genommen. Das Ermessen der unteren Baurechtsbehörde wird dahingehend ausgeübt, dass auf eine nachträgliche Genehmigung der EFH Überschreitung wegen Geringfügigkeit verzichtet wird.“

Ich bin wirklich froh, dass wir den ‚ehrlichen‘ Weg gewählt haben und nicht die Option „Wir schauen uns alle einmal tief in die Augen und machen einfach weiter, als ob keiner etwas gesehen hat“.

 

Ein Tag zum Vergessen

Eigentlich ging es ganz gut los.

Ein Serientermin in meinem Kalender heißt „Telekom EnBW“. Seit fast einem Monat telefoniere ich immer wieder abwechselnd mit EnBW und der Telekom. Grund: EnBW liegt der Telekom-Auftrag zur Ausführung der Anschlussarbeiten noch nicht vor. Die Telekom behauptet seit Wochen, dass sie die Unterlagen an die EnBW geschickt hätten, die EnBW hat nichts vorliegen. Hin und Her. Heute endlich: Der Aufrag liegt vor – wenn der Stromanschluss hergestellt wird, wird auch direkt das Telekom-Kabel mit verlegt. JUHU.

Keine Stunde später klingelt das Telefon – die Gemeinde ruft an. Am Wochenende hätte es ein schweres Unwetter gegeben und unsere Baugrube ist mit Schlamm vollgelaufen. In der Mittagspause bin ich dann sofort Richtung Bauplatz aufgebrochen. Unser Grundstück liegt am obersten Rand der Gemeinde. Als ich auf dem Weg dorthin durch den tiefer gelegenen Ortskern gefahren bin, hat mich der Schlag getroffen. Alle Straßen völlig verdreckt vom schlammhaltigen Regenwasser, welches sich hier wohl am Wochenende den Weg des geringsten Widerstands gesucht hat. Mir wurde richtig flau im Magen. Der Straße bergauf folgend wurde es eher schlimmer als besser. Oben angekommen, konnte ich immerhin schon erkennen, dass unser Grundstück nicht die Quelle des Übels war und überspült worden ist. Der Schlamm stammt von einer noch etwas höher gelegenen Ackerfläche. Von dort aus ist der Dreck durch unser Baugebiet bis nach unten ins Zentrum gelaufen. Und ein Teil davon auch in unsere Baugrube. Schöne Sauerei!

Wie man sieht, ist es nicht ganz so schlimm wie die Frau von der Gemeinde es geschildert hat. Aber dennoch haben wir auf der Hälfte der Schotterfläche nun eine Schlammschicht. Was das für den Schotter bedeutet kann ich noch nicht sagen. Ob dieser teilweise ausgetauscht werden muss? Unser Tiefbauer schaut es sich an und meldet sich spätestens morgen früh.

Das Unglück kam zum schlechtmöglichsten Zeitpunkt: Übermorgen kommt der Vermesser für die Höhenkontrolle und die Feinabsteckung! Dem Schnurgerüst scheint nichts passiert zu sein. Aber so kann sicher nicht die Höhe kontrolliert werden. Also: Schnell den Vermesser angerufen. Grundsätzlich sieht er keine größeren Probleme. Zumindest für die Feinabsteckung nicht. Für die Höhenkontrolle werden 9 Punkte verteilt über die Grundfläche gemessen. Ein 3×3-Raster.  Zur Not fahre ich morgen Abend noch mal mit der Schaufel bewaffnet hin und lege an den entsprechenden Stellen den Schotter wieder frei.. Aber warten wir erst mal die Einschätzung des Tiefbauers ab.

Erst als ich wieder ins Auto gestiegen bin um zurück zur Arbeit zu fahren habe ich realisiert, dass unser Dixi heute geliefert wurde. Das hat mir dann den Rest gegeben: Es steht nämlich nicht dort, wo ich es gut erkennbar auf einer Skizze kenntlich gemacht habe, sondern auf dem Grundstück des Nachbarn. Besser gesagt genau auf seinen Versorgungsleitungen, an die er Mitte der Woche ran muss. Perfekt! Also: Noch mal telefonieren: O-Ton: „Haben Sie denn keine Möglichkeit es selbst zu versetzen?“ Da ist mir in meiner prächtigen Laune wirklich der Kragen geplatzt: „Wenn Ihr Fahrer zu dumm ist einen einfachen Plan zu lesen, sehe ich nicht ein, warum ich nun dafür sorgen muss, dass das Klo an die dafür vorgesehene Stelle kommt. Sorgen Sie dafür, dass das Ding da verschwindet! Schnell!“ Man meldet sich Morgen früh.

Grube_5.JPG

Edit: Entwarnung vom Tiefbauer. Die Tragfähigkeit hat keinesfalls gelitten. Natürlich hat sich der Schlamm nun in die Zwischenräume gesetzt, aber das ist nicht weiter tragisch. Denn unsere Schotterschicht hat nicht die Aufgabe das Wasser abzutransportieren sondern lediglich zu Tragen. Schwein gehabt.

Erdarbeiten Tag 2

Viele Worte zum heutigen Tag werden wir nicht machen: Heute wurde fleißig geschottert und verdichtet. Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte:

Das Material für das Schnurgerüst liegt auch schon auf unserem Balkon bereit. Stolze 38,44 EUR hat das Holz gekostet. Morgen Abend wird es noch zurechtgesägt und die Kanthölzer angespitzt – dann kann es am Donnerstag losgehen.

Erdarbeiten Tag 1

Trotz Krankheit musste ich mich heute kurz zum Bauplatz schleppen. Einige Kleinigkeiten haben sich tatsächlich erst so knapp vor dem Startschuss klären lassen, dass es noch einer kurzen Ortsbegehung bedurfte. Aber der Fortschritt, den man schon zur Mittagszeit sehen konnte, war enorm. Schade, dass wir nicht länger bleiben und das Endergebnis des heutigen Tages bestaunen konnten. Der Tiefbauer hat vorhin noch telefonisch den Status durchgegeben: Der Aushub und das Verdichten der späteren Garagen – und Stellplätze ist abgeschlossen. Die Versorgungsleitungen sind ebenfalls freigelegt. Morgen kommt der Schotter in die Grube und wird verdichtet. Damit war es das auch schon (bevor der Keller kommt). Am Wochenende dürfen wir dann ran und das Schnurgerüst stellen.

Wintereinbruch im April – Erdarbeiten verschoben

In den letzten Tagen hat der April eindrucksvoll bewiesen, woher die Floskel mit dem berühmten Aprilwetter stammt. Gestern Vormittag sah es in Leonberg so aus:

aprilwinter

Auf meine Sommerreifen möchte ich an dieser Stelle gar nicht näher eingehen, aber auch auf unser Bauvorhaben hatte der plötzliche Wintereinbruch Auswirkungen: Auf einer anderen Baustelle hat der Schnee für größere Komplikationen gesorgt, sodass unser Tiefbauer ein Wenig in Verzug geraten ist. Daher schiebt sich unser Erdaushub etwas nach hinten. Voraussichtlich kommenden Montag rollt der Bagger an. Alles kein Problem – zeitlich ist genügend Puffer bis Glatthaar anrückt.

Grobabsteckung / Beginn Erdaushub

Für den gestrigen Karfreitag haben wir uns noch einmal mit dem Tiefbauer verabredet, um die letzten Details zu den Erdarbeiten zu besprechen. Wohin mit der Erde? Wo wird das Gelände aufgefüllt? Wo soll die Zisterne platziert werden, etc etc.

Dazu war es natürlich unerlässlich, dass zumindest die Grobabsteckung erledigt ist. Auf einen Anruf vom Vermesser warten wir immer noch (um uns mitzuteilen, dass er fertig abgesteckt hat) – Telefonisch konnten wir niemanden erreichen. Also sind wir zur Sicherheit am Vortag noch mal schnell zum Bauplatz gefahren:

Unser Tiefbauer wird voraussichtlich kommenden Donnerstag beginnen. Er meinte, er würde den Aushub, das Verdichten und die Fundamentarbeiten an einem Tag erledigen. Unser Kleiner freut sich schon riesig auf den Bagger. Und der Papa noch viel mehr.

Wir haben die Lage der Hausecken noch einmal aufgemessen. Und zwar ausgehend von Fixpunkten, die sich auch aus der Grube heraus wieder leicht einmessen lassen. Denn das Schnurgerüst für die Feinabsteckung werden wir selbst stellen. Der Vermesser lässt sich dafür mit einer vierstelligen Summe entlohnen. Unser Tiefbauer ist nicht ganz so unverschämt, berechnet aber immerhin noch etwa 650 EUR dafür. Wenn wir es selbst machen, stecken schätzungsweise 2-3h Arbeitszeit und maximal 150 EUR Materialkosten in der ganzen Angelegenheit. Die gesparten 500 EUR investieren wir gern in sinnvollere Dinge als 12 Holzpfosten und 8 Schalbretter.

Termin Erdarbeiten / Grobabsteckung

Das Wetter ist aktuell sehr gut – die Baubranche hat alle Hände voll zu tun. Da die Baugenehmigung vorliegt und wir jeden Tag mit der offiziellen Projektfreigabe rechnen, habe ich mich mit unserem Tiefbauer kurzgeschlossen zwecks Terminvereinbarung für den Erdaushub. Wir haben uns darauf geeinigt den Aushub in 2 Wochen zu beginnen. Bis dahin muss noch die Grobabsteckung auf dem Grundstück gemacht werden. Wenn die 4 Pflöcke im Boden stecken werden wir uns noch einmal für letzte Details am Grundstück treffen.

Das Telefonat mit dem Vermessungsbüro war kurz und schmerzlos: Sie werden im Laufe der nächsten Woche die Grobabsteckung vornehmen und dann Bescheid geben, sobald sie fertig sind. Wegen der vollen Auftragsbücher konnte man mir noch kein genaues Datum nennen – man hat mir allerdings versprochen, dass die Absteckung in jeden Falle in der nächsten Woche erledigt sein wird. ES GEHT LOS!

Baustellengespräch

Heute Morgen waren wir mit dem Kellerbauer und dem Tiefbauer verabredet. Wir haben uns direkt am Grundstück getroffen. Bei den aktuellen Temperaturen von -6°C nicht die angenehmste Location für einen Termin. Aber Hausbau tut auch mal weh. Der Kellerbauer war schon vor Ort und hat Bilder gemacht. Einen Kranstellplatz müssen wir nicht herstellen lassen – ebensowenig wird eine Absperrung der Straße notwendig sein. Gute Neuigkeiten. Dann trudelte auch der Tiefbauer ein.

Der Tiefbauer hat vor allem Informationen bezüglich der Ausführung der Erarbeiten mitgenommen. Es wird eine 15cm starke Schotterschicht eingebracht. Darüber 5cm Split. Split deshalb, da sich so eine glattere Oberfläche herstellen lässt, auf der dann die Perimeterdämmung der Bodenplatte sauber verlegt werden kann. Weitere Hinweise gab es zu den notwendigen Arbeitsräumen und dem Graben für die Versorgungsleitungen. Nach knapp 30 Minuten war der Tiefbauer mit Informationen versorgt und flüchtete in sein warmes Auto zurück. Neid machte sich breit.

Mit dem Kellerbauer habe ich dann alles weitere besprochen. Da der Keller nur halbseitig im Erdreich steht, wird an der freiliegenden Seite eine zusätzliche Frostschürze notwendig. Die ersten Mehrkosten. Allerings nicht überraschend (darauf wurde schon im Bodengutachten hingewiesen). Weitere Mehrkosten entstehen durch die Unterputzverlegung der Elektroleitungen. Das hatten wir auch von Anfang an auf der Liste – somit ebenfalls keine Überraschung. 16 endlose Seiten Protokoll sind wir durchgegangen und das Unterschreiben fiel aufgrund steifgefrorener Finger immer schwerer. Nach knapp 2,5 Stunden hatte das Bibbern dann ein Ende. Fazit: Glatthaar hat einen durchweg positiven und professionellen Eindruck hinterlassen. Nun warten  wir auf das aktualisierte Angebot des Tiefbauunternehmens und werden uns dieses Wochenende etwas entspannen bevor es am Montag auf die 420km lange Reise nach Heinsberg zur Bemusterung geht.

Baustellengespräch / Stromanschluss

Heute Morgen klingelt das Telefon: Glatthaar, der Kellerbauer wurde von allkauf instruiert sich mit uns in Verbindung zu setzen. Der Terminvorschlag: Übermorgen in der Früh. Gemeinsam mit dem Tiefbauer. Öööhm. Für einen Tiefbauer haben wir uns eigentlich noch gar nicht final entschieden. Ich habe also kurzerhand mit dem Tiefbauer, der immerhin in der Lage war uns ein Angebot zu unterbreiten, telefoniert (das andere Unternehmen hat uns sieben Wochen lang vertröstet und noch immer kein Angebot geschickt). Er wird es möglich machen und am Freitag dabei sein. Perfekt. Ein weiteres Argument FÜR dieses Unternehmen. Ich kann das Gejammer mancher anderer Unternehmer nicht mehr hören. Ich brauche Macher – keine Schwätzer 😉

Im Briefkasten lagen heute schon die Unterlagen der EnBW bezüglich des Stromanschlusses. Vertragsunterlagen, Informationen und das Angebot. Rund 2000 EUR wird der Hausanschluss kosten. Abzüglich unserer  Eigenleistungen (Erdarbeiten, Kernloch, Einbau Mehrspartenhauseinführung) sollten dann ca. 1700 EUR übrig bleiben. Entspricht in entwa der Planung. Für knapp 400 EUR zusätzlich bietet  EnBW das Verlegen eines Telekommunikations-Leerrohrs an. Das Rohr wird von der Hauseinführung bis zum öffentlichen Leerrohrnetz gelegt und hat den Vorteil, dass bei einem späteren Glasfaserausbau der Telekom ohne Tiefbauarbeiten eine neue Leitung ins Haus gelegt werden kann. Müssen wir mal eine Nacht drüber schlafen.