Nachtrag: Überschreitung EFH

Noch ein kurzer Nachtrag der Vollständigkeit halber:

Das Landratamt Heilbronn meldete sich per eMail bei uns und der Gemeinde zu dem Verstoß der Erdgeschoss-Fußbodenhöhe bzw. zu der Befreiung von der EFH, die wir direkt nach Bekanntwerden des Tiefbau-Fehlers eingereicht haben:

Unser Verstoß endet als einfacher Aktenvermerk. Eine Verfahren zur Befreiung wird es nicht geben. „Ein Normalbetrachter wird eine Überschreitung von 15cm mit bloßem Auge nicht feststellen können. Alle weiteren baulichen Grenzen werden weiterhin eingehalten. Zudem gib es im genannten Baugebiet bereits eine Befreiung der EFH von +20cm. Der Verstoß wird zur Kenntnis genommen. Das Ermessen der unteren Baurechtsbehörde wird dahingehend ausgeübt, dass auf eine nachträgliche Genehmigung der EFH Überschreitung wegen Geringfügigkeit verzichtet wird.“

Ich bin wirklich froh, dass wir den ‚ehrlichen‘ Weg gewählt haben und nicht die Option „Wir schauen uns alle einmal tief in die Augen und machen einfach weiter, als ob keiner etwas gesehen hat“.

 

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Auf Messers Schneide!

Heute war der erste Glatthaar-Kellerbau-Tag. Auf der Agenda: Erstellen und Betonieren der Frostschürze, verlgen der Entwässerungsleitungen unter der Bodenplatte, Einbau der Hebeanlage, Perimeterdämmung unter der Bodenplatte sowie das Einschalen.

Gegen halb 9 traf ich auf der Baustelle ein, als gerade ein Tieflader voll Armierungsstahl rückwärts auf unser Grundstück rangierte. Eine gute Stunde hat’s gedauert, dann war alles abgeladen und an seinem Platz.

Kurz darauf hat der Kolonnenführer schweres Vermessungsgerät aufgefahren und noch einmal die Schotterhöhen eingemessen. Sorgenfalten auf der Stirn. Ich wurde wild winkend dazu gerufen. Ob ich sicher wäre, dass der Höhenriss an der nächstgelegenen Laterne korrekt sei. „Nehmen Sie doch einfach die Markierung da vorne, die mein Vermesser gemacht hat.“ Nachgemessen. SCH%?$§ ! Gleiches Ergebnis. Unser Tiefbauer hat’s vergeigt. Die Schotterschicht ist 15cm zu hoch! Auch das angeforderte Höhenprotokoll des Vermessers sagte das Gleiche.

Und dann kams: Der Keller-Chef hat das böse Wort mit A benutzt. ABBRECHEN. 5cm Höhentoleranz sind kein Problem. 15cm sind zu viel. Und da ich wusste, dass wir mit unserer Erdgeschossfußbodenhöhe ans baulich festgelegte Limit gegangen sind, gab es eigentlich keinen Spielraum. An die nächsten 45min kann ich mich nur noch vage erinnern. Ich habe telefoniert. Mit dem Glatthaar Projektleiter, mit dem Architekten, mit der Gemeinde, mit dem Bauamt, wieder mit dem Architekten und so weiter. Das Ergebnis: Ich habe das OK von der Gemeinde weiter zu machen – ich muss nur dringend einen Antrag auf (nachträgliche) Befreiung stellen. Die wird von der Gemeinde durchgewunken. Reine Formalie, denn ein anderer Nachbar hat sich im Rahmen seines Baugesuchs bereits von der Höhe EG-Rohfußboden befreien lassen.  Alle weiteren festgeschriebenen Höhen halten wir ein. Also: Es konnte weiter gehen. Und so verlief der restliche Tag:

 

Alle Arbeiten konnten planmäßig, wenn auch verspätet, abgeschlossen werden. Morgen folgt ein weiterer spannender Tag. Mal sehen, welche Überraschungen er diesmal für uns bereit hält..

Es ist angerichtet: Feinabsteckung

Knappe 30°C waren es heute. Mit dem Vermessungstechniker wollte ich auf jeden Fall nicht tauschen. In der prallen Mittagssonne in unserer Grube stehen ohne auch nur das kleinste bisschen Schatten. Er ist zumindest nicht umgefallen, bevor er den letzten Nagel in unser Schnurgerüst geschlagen hat. Das ist das einzige was zählt 🙂 Somit ist für kommenden Dienstag alles gerichtet, wenn Glatthaar mit den Vorarbeiten für die Keller-Bodenplatte beginnt.

Apropos Glatthaar: Heute morgen habe ich unserem Projektleiter vorsichtig beigebracht, dass der Trupp am Dienstag zu allererst einmal den Dreck abschieben muss. Scheint alles klein Problem – wir werden uns irgendwie erkenntlich zeigen. Wenn es das Wetter zulässt, werfen wir für den Trupp ein Paar Steaks auf den Grill.

Und zu guter letzt hat unser Dixi es doch noch auf unser Grundstück geschafft, sodass die Tiefbauarbeiten des Nachbarn nicht beeinträchtigt werden.

Feinabst5

Ein Tag zum Vergessen

Eigentlich ging es ganz gut los.

Ein Serientermin in meinem Kalender heißt „Telekom EnBW“. Seit fast einem Monat telefoniere ich immer wieder abwechselnd mit EnBW und der Telekom. Grund: EnBW liegt der Telekom-Auftrag zur Ausführung der Anschlussarbeiten noch nicht vor. Die Telekom behauptet seit Wochen, dass sie die Unterlagen an die EnBW geschickt hätten, die EnBW hat nichts vorliegen. Hin und Her. Heute endlich: Der Aufrag liegt vor – wenn der Stromanschluss hergestellt wird, wird auch direkt das Telekom-Kabel mit verlegt. JUHU.

Keine Stunde später klingelt das Telefon – die Gemeinde ruft an. Am Wochenende hätte es ein schweres Unwetter gegeben und unsere Baugrube ist mit Schlamm vollgelaufen. In der Mittagspause bin ich dann sofort Richtung Bauplatz aufgebrochen. Unser Grundstück liegt am obersten Rand der Gemeinde. Als ich auf dem Weg dorthin durch den tiefer gelegenen Ortskern gefahren bin, hat mich der Schlag getroffen. Alle Straßen völlig verdreckt vom schlammhaltigen Regenwasser, welches sich hier wohl am Wochenende den Weg des geringsten Widerstands gesucht hat. Mir wurde richtig flau im Magen. Der Straße bergauf folgend wurde es eher schlimmer als besser. Oben angekommen, konnte ich immerhin schon erkennen, dass unser Grundstück nicht die Quelle des Übels war und überspült worden ist. Der Schlamm stammt von einer noch etwas höher gelegenen Ackerfläche. Von dort aus ist der Dreck durch unser Baugebiet bis nach unten ins Zentrum gelaufen. Und ein Teil davon auch in unsere Baugrube. Schöne Sauerei!

Wie man sieht, ist es nicht ganz so schlimm wie die Frau von der Gemeinde es geschildert hat. Aber dennoch haben wir auf der Hälfte der Schotterfläche nun eine Schlammschicht. Was das für den Schotter bedeutet kann ich noch nicht sagen. Ob dieser teilweise ausgetauscht werden muss? Unser Tiefbauer schaut es sich an und meldet sich spätestens morgen früh.

Das Unglück kam zum schlechtmöglichsten Zeitpunkt: Übermorgen kommt der Vermesser für die Höhenkontrolle und die Feinabsteckung! Dem Schnurgerüst scheint nichts passiert zu sein. Aber so kann sicher nicht die Höhe kontrolliert werden. Also: Schnell den Vermesser angerufen. Grundsätzlich sieht er keine größeren Probleme. Zumindest für die Feinabsteckung nicht. Für die Höhenkontrolle werden 9 Punkte verteilt über die Grundfläche gemessen. Ein 3×3-Raster.  Zur Not fahre ich morgen Abend noch mal mit der Schaufel bewaffnet hin und lege an den entsprechenden Stellen den Schotter wieder frei.. Aber warten wir erst mal die Einschätzung des Tiefbauers ab.

Erst als ich wieder ins Auto gestiegen bin um zurück zur Arbeit zu fahren habe ich realisiert, dass unser Dixi heute geliefert wurde. Das hat mir dann den Rest gegeben: Es steht nämlich nicht dort, wo ich es gut erkennbar auf einer Skizze kenntlich gemacht habe, sondern auf dem Grundstück des Nachbarn. Besser gesagt genau auf seinen Versorgungsleitungen, an die er Mitte der Woche ran muss. Perfekt! Also: Noch mal telefonieren: O-Ton: „Haben Sie denn keine Möglichkeit es selbst zu versetzen?“ Da ist mir in meiner prächtigen Laune wirklich der Kragen geplatzt: „Wenn Ihr Fahrer zu dumm ist einen einfachen Plan zu lesen, sehe ich nicht ein, warum ich nun dafür sorgen muss, dass das Klo an die dafür vorgesehene Stelle kommt. Sorgen Sie dafür, dass das Ding da verschwindet! Schnell!“ Man meldet sich Morgen früh.

Grube_5.JPG

Edit: Entwarnung vom Tiefbauer. Die Tragfähigkeit hat keinesfalls gelitten. Natürlich hat sich der Schlamm nun in die Zwischenräume gesetzt, aber das ist nicht weiter tragisch. Denn unsere Schotterschicht hat nicht die Aufgabe das Wasser abzutransportieren sondern lediglich zu Tragen. Schwein gehabt.

Bestens GERÜSTet

Einen dicken fetten Haken an die erste erbrachte Eigenleistung! Heute haben mein Schwager und ich das Schnurgerüst gestellt.

Auf der Baustelle angekommen konnte ich es mir nicht verkneifen den Bauzaun zur Seite zu räumen und mein Auto auf unserer neu errichteten Einfahrt zu parken. Fühlt sich verdammt gut an! Danach erst einmal alles ausgeladen und als erste Amtshandlung das Baustellenradio in der Grube aufgestellt 🙂 Dann konnte es auch schon los gehen. So ein Schnurgerüst zu stellen ist nun wirklich kein Hexenwerk. Wer einen Vorschlaghammer sein Eigen nennt, dem rate ich auf jeden Fall zum Selbermachen. Wie bereits geschrieben hat das benötigte Material nicht einmal 40 EUR gekostet.

Der Tiefbauer hat für seine Arbeiten bereits fleißig mit Kreidespray markiert, sodass wir kaum noch einmessen mussten. (Zum Glück hat der Regen der letzten Tage die Markierungen nicht weg gewaschen). Aber das regnerische Wetter hatte auch Vorteile: Die Pfosten in den Boden zu schlagen war dadurch wesentlich einfacher. Alles in Allem haben wir ohne uns übermäßig beeilt zu haben etwa 2,5h benötigt. Kein schlechter Stundensatz, bedenkt man, was wir heute gespart haben.

Grobabsteckung / Beginn Erdaushub

Für den gestrigen Karfreitag haben wir uns noch einmal mit dem Tiefbauer verabredet, um die letzten Details zu den Erdarbeiten zu besprechen. Wohin mit der Erde? Wo wird das Gelände aufgefüllt? Wo soll die Zisterne platziert werden, etc etc.

Dazu war es natürlich unerlässlich, dass zumindest die Grobabsteckung erledigt ist. Auf einen Anruf vom Vermesser warten wir immer noch (um uns mitzuteilen, dass er fertig abgesteckt hat) – Telefonisch konnten wir niemanden erreichen. Also sind wir zur Sicherheit am Vortag noch mal schnell zum Bauplatz gefahren:

Unser Tiefbauer wird voraussichtlich kommenden Donnerstag beginnen. Er meinte, er würde den Aushub, das Verdichten und die Fundamentarbeiten an einem Tag erledigen. Unser Kleiner freut sich schon riesig auf den Bagger. Und der Papa noch viel mehr.

Wir haben die Lage der Hausecken noch einmal aufgemessen. Und zwar ausgehend von Fixpunkten, die sich auch aus der Grube heraus wieder leicht einmessen lassen. Denn das Schnurgerüst für die Feinabsteckung werden wir selbst stellen. Der Vermesser lässt sich dafür mit einer vierstelligen Summe entlohnen. Unser Tiefbauer ist nicht ganz so unverschämt, berechnet aber immerhin noch etwa 650 EUR dafür. Wenn wir es selbst machen, stecken schätzungsweise 2-3h Arbeitszeit und maximal 150 EUR Materialkosten in der ganzen Angelegenheit. Die gesparten 500 EUR investieren wir gern in sinnvollere Dinge als 12 Holzpfosten und 8 Schalbretter.

Termin Erdarbeiten / Grobabsteckung

Das Wetter ist aktuell sehr gut – die Baubranche hat alle Hände voll zu tun. Da die Baugenehmigung vorliegt und wir jeden Tag mit der offiziellen Projektfreigabe rechnen, habe ich mich mit unserem Tiefbauer kurzgeschlossen zwecks Terminvereinbarung für den Erdaushub. Wir haben uns darauf geeinigt den Aushub in 2 Wochen zu beginnen. Bis dahin muss noch die Grobabsteckung auf dem Grundstück gemacht werden. Wenn die 4 Pflöcke im Boden stecken werden wir uns noch einmal für letzte Details am Grundstück treffen.

Das Telefonat mit dem Vermessungsbüro war kurz und schmerzlos: Sie werden im Laufe der nächsten Woche die Grobabsteckung vornehmen und dann Bescheid geben, sobald sie fertig sind. Wegen der vollen Auftragsbücher konnte man mir noch kein genaues Datum nennen – man hat mir allerdings versprochen, dass die Absteckung in jeden Falle in der nächsten Woche erledigt sein wird. ES GEHT LOS!

Schlag auf Schlag mit kleinen Rückschlägen

Das Projekt nimmt jetzt doch gewaltig an Fahrt auf. Nachdem die allkauf-Maschinerie nun vollends angelaufen ist, stand gestern und heute das Telefon kaum noch still:

Zunächst meldete sich unser Vertragsarchitekt. Ein kurzes und sehr freundliches Telefonat mit dem Ergebnis: Am 21.Oktober treffen wir uns zu einem ausführlichen Gespräch. Unterlagen müssen wir dazu keine besorgen, das veranlasst der Architekt in Eigenregie. Perfekt. Er hat bereits ein Vermessungsbüro beauftragt, welches unser Gründstück bis zum Architektengespräch vermessen haben will. Das Vermessungsbüro besorgt auch alle notwendigen Unterlagen (Bebauungsplan, Kanalplan, XML/DXF Dateien, Flurkarte). Alles das soll sehr zeitnah passieren, damit dem Architekten nächste Woche alle Daten zur Verfügung stehen.

Keine 2 Minuten später klingelt erneut das Telefon. Das Unternehmen, welches von allkauf mit der Erstellung des Bodengutachtens beauftragt wurde, hatte einige kurze Rückfragen und möchte ebenfalls asap auf unserem Grundstück tätig werden. Bitte gern! (Da das Grundstück offiziell noch nicht unseres ist, haben wir uns dazu mit der Gemeinde abgestimmt – kein Problem)

Heute dann ein weiterer Anruf: Das Vermessungsbüro. Wir müssen möglichst schnell ein Formular bestätigen und zurücksenden – sonst könnte es knapp werden mit der Erstellung der Unterlagen für den Architekten. An uns soll es nicht liegen – das Formular geht heute noch unterschrieben in die elektronische Post.

Heute Abend zu Hause angekommen: Ein Schreiben von allkauf mit der Bestätigung zum KfW-Antrag ‚Energieeffizientes Bauen‘. Ja ist denn heut schon Weihnachten? Wenn’s läuft, dann läuft’s!  Naja, ernüchterung machte sich breit, als ich einige Fehler darin entdeckte. Im Antrag ist nur die Rede von einer Wohneinheit. Wir planten schon von Beginn an mit einer Einliegerwohnung im Keller. Die Heizungsanlage wurde mit einem Gasbrennwertkessel angegeben. Wir werden/müssen jedoch (wie auch an allkauf kommuniziert) Nahwärme beziehen. Auch scheint die Solarkollektorfläche nicht korrekt zu sein, denn hier war immer die Rede von einem dritten Kollektor (aufgrund der 2 Wohneinheiten). Auch finden sich im Antrag exakte Angaben zu den Fensterflächen. Ich habe mein Zweifel, ob die von uns hinzugeplanten Fenster sich hier tatsächlich wiederfinden.. Es gibt also Gesprächsbedarf. Eine Auflistung der offensichtlich falschen Angaben schicken wir heute schon einmal an unsere Kundenbetreuerin und morgen wird direkt hinterher telefoniert. Grundsätzlich stellt sich die Frage: Ist es zeilführend solche Dokumente zu erstellen, bevor die Architektenplanung fertiggestellt ist?

Kurzes Zwischenfazit bis hierhin: allkauf verliert keine Zeit. Das kommt uns sehr entgegen! (Bei dem KfW-Antrag hätte ein wenig mehr Zeit vielleicht nicht geschadet)