Wer baut unser Haus?

Um einen Überblick zu gewinnen waren wir im Musterhauspark. Oft. In Frechen bei Köln, in Mühlheim-Kärlich bei Koblenz, in Fellbach bei Stuttgart. Rein – raus – Treppe hoch – Treppe runter. Wir haben Kataloge und Prospekte nach hause gewuchtet. Wir haben kurze, wenig Informative Gespräche geführt à la „Was kostet denn beispielsweise dieses Haus so, wie es hier zu sehen ist?“, „Wie lange dauert ein Hausaufbau denn in etwa?“ oder „Kann man die Eingangstür grundsätzlich auch in einer anderen Farbe bekommen?“.

Rückblickend betrachtet waren wir Touristen im Land der Fertighäuser. Ohne einen echten Plan. „Nur mal schauen“. Das alles ist wenig hilfreich. Am Schluss liegt meterhoch Informationsmaterial zu Hause und findet keine Beachtung. Diese Phase zog sich beinahe über 3 Jahre hin, mal mehr und mal weniger intensiv.

Als dann unser Sohn da war wurden die Absichten ernster und die Vorstellungen konkreter. Zu allererst zählt natürlich, ob einem das gezeigte optisch, vom Konzept und von der Materialwahl her zusagt. Die Liste der potenziellen Firmen wird kürzer.

Wir vereinbarten Termine für ausführliche Beratungsgespräche bei einigen namhaften Herstellern. Wir ließen uns Grundrisse zeigen und unverbindlich Auflistungen der Gesamtkosten erstellen. Erste Ernüchterung: Die dort genannten Preise lagen weit entfernt von unserer ersten wenig durchdachten Vorstellung sowie von den Werbepreisen in den Hochglanzprospekten. Erstaunlicherweise jedoch alle recht nah beieinander.

Zwischenzeitlich beschäftigt man sich intensiver mit der Materie und liest sich in nahezu alle Themen rund um den Hausbau ein. Dann werden die Preise durchaus nachvollziehbar. Allerdings wirft tiefere Recherche auch immer detailliertere Fragen auf. Eine zum Beispiel lautete: Welches Heizungssystem soll es denn sein? Angeboten werden hauptsächlich Gasbrennwerttherme, Luft-Luft bzw Luft-Wasser-Wärmepumpen. Nachdem man sich auch auf diesem Gebiet schlau gemacht hat und die Fakten kennt, holten wir uns dazu einmal die Meinung der verschiedenen Haushersteller ein. Manche hatten mangels Wissen nicht viel dazu zu sagen, andere priesen uns ihr exklusives System mit haarsträubenden technischen Zusammenhängen (der Ingenieur in mir ist vor Lachen fast vom Stuhl gefallen) und verzerrten Statistiken an. All diese Hersteller sind in der zweiten Runde aussortiert worden.

Danach waren es tatsächlich nur noch zwei. Natürlich kann man von der Qualität der Beratung nicht schlussfolgern auf die Qualität des Produkts. Aber wenn ich als Kunde viel Geld in die Hand nehmen will, erwarte ich in allen Belangen Qualität und Professionalität. Das Zünglein an der Waage war dann tatsächlich die Flexibilität. Wir möchten einige Gewerke in Eigenleistung erbringen, was sich scheinbar nicht bei jedem Hersteller nach den Wünschen des Kunden realisierten lässt. Klar gibt es verschiedene Ausbaustufen. Wenn man allerdings an dieser Stelle individuelle Anpassungen wünscht, offenbaren sich doch Unterschiede, die bei uns den Ausschlag gaben. Lange Rede: Wir bauen mit allkauf.

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